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Ballon-d’Or? Nur einer kann Messi noch verhindern

Nur Rodri kann Messi verhindern

Am Sonntag geht es im Finale um mehr als nur den WM-Titel. Ein Spieler des Siegers wird wohl die prestigeträchtigste individuelle Auszeichnung im Weltfußball gewinnen, den Ballon d’Or. An Lionel Messi oder Rodri führt dabei kein Weg vorbei, meint SPORT1-Reporter Manfred Sedlbauer.
Argentinien feiert nach einem Comeback-Sieg gegen England den Einzug ins WM-Finale. Nach der Partie meldet sich Superstar Lionel Messi zu Wort.
Am Sonntag geht es im Finale um mehr als nur den WM-Titel. Ein Spieler des Siegers wird wohl die prestigeträchtigste individuelle Auszeichnung im Weltfußball gewinnen, den Ballon d’Or. An Lionel Messi oder Rodri führt dabei kein Weg vorbei, meint SPORT1-Reporter Manfred Sedlbauer.

Über mehr als ein Jahrzehnt war die Debatte um den Ballon d’Or klar: Lionel Messi oder Cristiano Ronaldo? Der Argentinier gewann die begehrte Trophäe achtmal, der Portugiese fünfmal. Gemeinsam prägten sie eine Ära wie kaum zwei Fußballer zuvor.

Während der 41 Jahre alte (!) Ronaldo – wie bei der WM gesehen – über seinem Zenit ist, liefert Messi mit 39 Jahren einen weiteren Beweis dafür, dass Ausnahmekönner keine Altersgrenze kennen.

Führt er Argentinien zum WM-Titel, wird kaum jemand ernsthaft begründen können, warum er den Ballon d’Or nicht ein neuntes Mal gewinnen sollte.

Verhindern kann das nur einer: Rodri.

Wer gewinnt den Ballon d`Or? Messi oder Rodri?

Der Spanier ist das taktische Herz seiner Mannschaft. Er kontrolliert Tempo, Rhythmus und Räume, macht seine Mitspieler besser und gibt Spanien jene Stabilität, die große Turniere gewinnt.

Kaum ein Spieler beeinflusst das Spiel seiner Auswahl so sehr wie der 30-Jährige – mit einer Ausnahme: Lionel Messi.

Der Argentinier glänzt nicht nur mit acht Toren und vier Vorlagen, sondern bestimmt das komplette Offensivspiel seiner Mannschaft. Alles ist auf ihn zugeschnitten. Und er zahlt dieses Vertrauen eindrucksvoll zurück.

Gleichzeitig reißt er seine Mitspieler mit – viele von ihnen sind mit ihm als Idol aufgewachsen.

Bayern-Duo wohl ohne Chance

Natürlich gab es im Jahresverlauf weitere Kandidaten.

Harry Kane und Michael Olise spielten die wohl besten Saisons ihrer bisherigen Karriere. Kylian Mbappé und Jude Bellingham sind ohnehin eine Klasse für sich, beide blieben bei Real Madrid allerdings ohne Titel. Auch Ousmane Dembélé, Vitinha oder Lamine Yamal gehören zu den besten Fußballern der Welt und hätten ohne WM ein gewichtiges Wort mitreden können.

Doch genau darin liegt der Punkt: Die größten Momente entscheiden die größten Auszeichnungen. Und auf der größten Bühne haben sie den Kürzeren gezogen. Frankreich scheiterte an Spanien, England an Argentinien – beide Niederlagen waren verdient. Yamal hinkt bei diesem Turnier den hohen Erwartungen bislang hinterher.

Messi und Rodri machen den Unterschied

Die Ballon-d’Or-Kriterien von France Football sind eindeutig: individuelle Leistung, kollektiver Erfolg sowie Ausstrahlung und Fairness. Wer Weltmeister wird, erfüllt automatisch das wichtigste Mannschaftskriterium.

Messi und Rodri überzeugen darüber hinaus auch individuell auf höchstem Niveau. Beide sind die Gesichter ihrer Mannschaften, beide prägen aktuell jedes Spiel ihrer Nation, beide stehen seit Jahren für sportliche Klasse und professionelles Auftreten.

Zugegeben: Messi steht seit seinem Wechsel in die MLS nicht mehr ganz so sehr im Scheinwerferlicht des Spitzenfußballs und misst sich nicht mehr regelmäßig mit den Topstars des Business. Doch bei der WM tut er genau dies – und sticht trotzdem immer noch heraus.

Rodri wiederum musste nach einer verletzungsgeplagten Saison bei Manchester City erst wieder zu seiner Bestform finden. Pünktlich zur Weltmeisterschaft ist ihm dies aber gelungen.

Der Weltmeister gewinnt den Ballon-d‘Or

Deshalb ist die Ausgangslage so klar wie selten zuvor. Anders als in manchen Jahren gibt es diesmal keinen echten Dreikampf, keine offene Diskussion und keinen Außenseiter, der auf den letzten Metern vorbeiziehen könnte.

Das Finale entscheidet nicht nur über den Weltmeister. Es entscheidet auch darüber, wer Ende Oktober den Ballon d’Or in die Höhe streckt.

Messi oder Rodri. Einen Dritten gibt es nicht.