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Rassismus im Netz: Niederländischer Verband zeigt klare Kante

Klare Reaktion nach Rassismus-Eklat

In der Niederlande herrscht Fassungslosigkeit nach dem WM-Aus und üblen rassistischen Angriffen im Netz. Der KNBV hat Anzeige beim Generalstaatsanwalt erstattet.
Rassismus-Opfer: Crysencio Summerville
Rassismus-Opfer: Crysencio Summerville
© AFP/AFP/Alfredo ESTRELLA
In der Niederlande herrscht Fassungslosigkeit nach dem WM-Aus und üblen rassistischen Angriffen im Netz. Der KNBV hat Anzeige beim Generalstaatsanwalt erstattet.

Der niederländische Fußballverband (KNVB) geht nach dem WM-Aus der Nationalmannschaft gegen rassistische Botschaften in den Sozialen Netzwerken vor. Der KNVB hat nach eigenen Angaben am Freitag Anzeige beim Generalstaatsanwalt der Niederlande erstattet.

Der Grund für diesen Schritt ist der Rassismus im Internet nach der Niederlage im Sechzehntelfinale gegen Marokko im Elfmeterschießen. Vor allem die gescheiterten Schützen Justin Kluivert, Quinten Timber und Crysencio Summerville wurden zur Zielscheibe.

„Es ist leider nie möglich, lückenlos zu sein, jede rassistische Reaktion zu erkennen und zu sanktionieren, aber der KNVB ist sehr darum bemüht, ein ganz deutliches Signal zu senden: Es gibt Grenzen, und wer sie überschreitet, muss mit Konsequenzen rechnen“, erklärte der Verband in einer Mitteilung.

WM 2026: Internet-Hass „inakzeptabel“

Bei seiner wöchentlichen Pressekonferenz am Freitag bezeichnete Premierminister Rob Jetten den Hass im Internet als „inakzeptabel“. „Einen Moment lang sind es ‚unsere Jungs‘ und angeblich sind wir alle blind für die Hautfarbe, sobald jemand ein Oranje-Trikot trägt. Doch sobald jemand einen Elfmeter verschießt, hagelt es Beleidigungen aus allen Richtungen“, beklagte er: „Ich gehe davon aus, dass die Staatsanwaltschaft tatsächlich die Strafverfolgung aufnehmen wird, um ein sehr klares Exempel zu statuieren.“