Die WM-Investorenpläne des Weltverbands FIFA halten die Fußball-Welt in Atem. Mehr und mehr regt sich inzwischen Widerstand, speziell in Europa.
Stürzt der PSG-Boss Infantino?
Stürzt der PSG-Boss Infantino?
Nachdem die UEFA am Donnerstag angekündigt hatte, dass alle 55 Nationalverbände im Falle eines Investorendeals die Weltmeisterschaften boykottieren werden, könnte nun der nächste Schritt folgen.
So berichtet Politico, dass Europas Fußballfunktionäre für die FIFA-Präsidentschaftswahl im kommenden Jahr einen Gegenkandidaten für Gianni Infantino aufstellen könnten. Sein Name: Nasser al-Khelaifi, seines Zeichens Boss von Paris Saint-Germain.
So wird der 52-Jährige laut drei hochrangigen Funktionären, die aber anonym bleiben wollen, intern wohl als ernstzunehmender Kandidat gehandelt.
Gegenkandidat für Infantino?
Die UEFA hatte ihre Mitgliedsverbände unlängst zu einer Dringlichkeitssitzung zusammengerufen und die gemeinsame Haltung rund um die Pläne der FIFA besprochen.
„Als Ergebnis der heutigen Diskussion werden keine UEFA-Nationalmannschaften an FIFA-Wettbewerben teilnehmen, solange diese Vorschläge noch im Raum stehen“, hieß es im Anschluss in einem Statement.
Im kommenden März will sich FIFA-Boss Gianni Infantino für seine dritte und letztmögliche Amtszeit wählen lassen.
Solle Al-Khelaifi ebenfalls antreten, wäre dieser durchaus ein mächtiger Gegenkandidat. So ist er PSG-Boss, führt den Dachverband der europäischen Fußballvereine und ist Chef des Medienimperiums beIN.
Al-Khelaifi war einst gegen die Super League
Allerdings: Noch am Mittwoch sagte ein Vertreter des Katarers: „Nasser hat absolut keinen Ehrgeiz, keine Absicht und kein Interesse an einem Amt bei der FIFA, und er wird auch weiterhin alle Institutionen des Welt- und europäischen Fußballs diskret unterstützen.“
Übrigens: Bei vielen Fußballfans ist Al-Khelaifi als Repräsentant des Scheich-Klubs PSG nicht allzu beliebt. Allerdings hielt er bislang der UEFA stets die Treue.
Als 2021 zwölf Vereine aus Europas Topligen austreten und in die Super League eintreten wollten, blieb er mit PSG an der Seite der UEFA. Die Super League kam am Ende nicht zustande.