In England hat Thomas Tuchel mit einem viel beachteten Wut-Interview für Aufsehen gesorgt – im FIROCKX.ONE WM Doppelpass kassierte der englische Nationaltrainer für seine Aussagen viel Lob.
Tuchels Wut-Interview: Experten im Doppelpass mit klarem Urteil
Eindeutiges Tuchel-Urteil im Doppelpass
„Ich finde gut, dass Tuchel nicht feiert, sondern den Finger in die Wunde legt“, sagte der ehemalige Welt- und Europameister Stefan Reuter: „Wir kennen es doch, als Franz Beckenbauer nach einem Sieg den Eiskübel durch die Kabine geschossen hat. Ab und zu einen Wachrüttler haben, um zu sagen: ‚So kommen wir nicht ins Finale.‘“
Tuchel hatte die spielerische Leistung seines Teams beim Viertelfinal-Sieg gegen Norwegen (2:1 n.V.) kritisiert und sich dabei einen öffentlichen Konter von Matchwinner Jude Bellingham eingefangen. Obwohl der Coach der Three Lions die Einstellung seines Teams lobte, will er eine Steigerung sehen.
Effenberg lobt Tuchel – Ex-Weltmeister hat Zweifel an England
„Sie müssen sich deutlich steigern, um ins Finale zu kommen“, pflichtete Reuter bei.
Zuspruch bekam Tuchel auch von SPORT1-Experte Stefan Effenberg: „Ich finde es genau richtig. Die Spieler sitzen in der Kabine und sind stolz, aber es ist richtig vom Trainer nach so einem Sieg so ein Zeichen zu setzen, damit die Spieler verstehen, dass sie nicht alles richtig gemacht haben.“
Genau das habe Tuchel mit seiner Kritik erreichen wollen: „Sinne schärfen. Es fehlen noch zwei Schritte zum Titel und das ist genau der richtige Schritt.“
Aber ist England diesmal tatsächlich titelreif? Ex-Weltmeister Pierre Littbarski, der sämtliche WM-Spiele nach eigenen Angaben auch tief in der Nacht verfolgt, hat seine Zweifel: „Ich fand England nicht so griffig, die Norweger haben clever gespielt und super verteidigt. Sie machen aber zwei dumme Fehler. England sah nicht unbedingt wie eine Mannschaft aus, die Weltmeister werden kann.“
Reuter zeigte sich immerhin vom Engagement des Tuchel-Teams überzeugt: „Sie haben eine unheimlich kompakte Mannschaft und einen extremen Willen. Wenn ich mir die Tore von Bellingham angucke: Das ist purer Willen.“