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DFB-Legende zerreißt Julian Nagelsmann in der Luft

Nächste Attacke gegen Nagelsmann

Pierre Littbarski teilt heftig gegen Bundestrainer Julian Nagelsmann aus. Der Weltmeister von 1990 fordert den DFB zum Handeln auf - und nennt einen überraschenden Kandidaten.
SPORT1-Reporter Manfred Sedlbauer gibt Auskunft über das brisante Treffen zwischen den DFB-Bossen und Julian Nagelsmann. Eine Dortmunder Verbindung könnte dem Bundestrainer zum Verhängnis werden.
Pierre Littbarski teilt heftig gegen Bundestrainer Julian Nagelsmann aus. Der Weltmeister von 1990 fordert den DFB zum Handeln auf - und nennt einen überraschenden Kandidaten.

Kurz nach Rekordnationalspieler Lothar Matthäus hat auch sein Weggefährte Pierre Littbarski Bundestrainer Julian Nagelsmann im Zuge des desaströsen WM-Abschneidens scharf kritisiert und zum Rücktritt aufgefordert.

„Danke für nichts“, schrieb der Weltmeister von 1990 in einem Instagram-Beitrag und ergänzte: „Lieber DFB, erlöse uns von Julian Nagelsmann. Arroganz und Überheblichkeit gehören nicht zu den Tugenden des Bundestrainers, der auch eine Vorbildfunktion hat.“

Zudem teilte der 66-Jährige eine Kachel mit einem Zitat von ihm. Darin heißt es: „Wenn Johannes B. Kerner ihm eine Frage stellt, dann hat er vernünftig zu antworten, denn er antwortet nicht Kerner, sondern den Menschen.“

Damit nahm Littbarski Bezug auf das Interview, das Nagelsmann nach dem WM-Aus bei MagentaTV und Moderator Johannes B. Kerner gegeben hatte. Der Bundestrainer hatte dabei teils patzig und insgesamt schmallippig gewirkt.

Littbarski: „Es gibt bei Nagelsmann viel zu kritisieren“

Gegenüber der Bild führte Littbarski seine Kritik aus: „Es gibt bei Julian Nagelsmann viel zu kritisieren, das fängt damit an, dass er selten Bundesliga-Spiele im Stadion verfolgt oder auch nicht beim Afrika-Cup war.“

Der langjährige Kölner ist überzeugt, dass Nagelsmann nur Bundestrainer wurde, „weil es keine andere Lösung gab“.

Dass der 38-Jährige bislang nicht zurückgetreten ist, ärgert den dreimaligen WM-Teilnehmer besonders: „Hätte Nagelsmann einen Arsch in der Hose, wäre er direkt nach dem Aus im Sechzehntelfinale gegen Paraguay schon zurückgetreten. Das wäre etwas Positives an dieser Katastrophe gewesen.“

Nagelsmann hinterlässt „nur Traurigkeit“

Generell ließ Littbarski kein gutes Haar an Nagelsmann. „Wer sagt, dass das ein großer Trainer ist? Große Trainer waren für mich Hitzfeld, Happel, Rehhagel, Lattek, Daum oder Heynckes – sie haben alle ihre Spuren hinterlassen. Nagelsmann hinterlässt keine Spuren, sondern nur Traurigkeit“, polterte Littbarski.

Gleichzeitig tue es ihm im Herzen weh, was für „ein jämmerliches Bild unsere Nationalelf abgibt“.

Während nach dem Gipfel am Donnerstag mit Nagelsmann und den DFB-Verbandsbossen alles auf eine Trennung hindeutet, gilt Jürgen Klopp als Favorit auf die Nachfolge.

Littbarski sieht Klopp-Option kritisch

Littbarski ist von dieser Option aber auch nicht völlig überzeugt: „Jürgen Klopp wäre ebenfalls nur ein Trainer, weil es keine Alternativen gibt. Ich finde, dass er sich mit seinem Job als Experte bei MagentaTV keinen Gefallen getan hat, weil er den Bundestrainer öffentlich unter Druck gesetzt hat.“

Stattdessen brachte der 66-Jährige einen anderen Namen ins Spiel: „Warum versuchen wir es nicht mal mit einem Coach aus dem Ausland? Pep Guardiola – das wäre einer, der für frischen Wind sorgen würde.“