Auch in der brasilianischen Fußballwelt herrscht nach dem WM-Aus im Achtelfinale gegen Norwegen helle Aufregung. Zielscheibe des Zorns ist dabei besonders Carlo Ancelotti, der eigentlich als Heilsbringer vorgesehen war. Ex-Weltmeister Romario konnte seine Wut über den Italiener kaum bremsen.
WM-Ikone außer sich: "Ich hätte seinen Vertrag auf der Stelle zerrissen!"
WM-Ikone fordert Ancelottis Aus
„Wäre ich für den Verband verantwortlich gewesen, wäre ich in die Umkleidekabine gegangen, hätte ihm gesagt, er solle zur Hölle fahren, und hätte seinen Vertrag auf der Stelle zerrissen“, redete sich der 60-Jährige bei Sky Sports Italia regelrecht in Rage.
Brasilien-Legende fordert Rücktritt von Ancelotti
„Er kann nicht weiterhin Brasiliens Nationaltrainer bleiben“, lautet Romarios klares Urteil. Doch damit nicht genug: „Das Spiel gegen Norwegen war eine Schande. Ich würde ihn sogar vor Gericht bringen. Dann werden wir sehen, was passiert, aber er kann nicht bleiben.“
Tiefer Frust bei einem, der genau weiß, wie man den begehrten Pokal gewinnt. 1994 hatte er mit fünf Toren erheblichen Anteil am vierten Titelgewinn Brasiliens. Im selben Jahr wurde er von der FIFA zum Weltfußballer ausgezeichnet. „Jetzt haben wir diesen verdammten Ancelotti, der verloren hat und weiter verlieren wird“, schloss er seine Schimpftirade schließlich.
Ancelotti soll im Amt bleiben
Ancelotti selbst machte bisher keine Andeutungen, seinen Job aufzugeben. „Das ist kein Ende, sondern der Beginn eines neuen Zyklus“, zeigte er sich nach dem Ausscheiden kämpferisch. Zustimmung gab es auch von Rodrigo Caetano, dem Geschäftsführer des brasilianischen Verbandes: „Er ist unser Trainer und wird es während des gesamten Zyklus bleiben.“ Ancelottis Vertrag läuft noch bis 2030.