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WM: Mega-Comeback! Messi bringt die Wende

Mega-Comeback! Messi bringt Wende

Titelverteidiger Argentinien gelingt im WM-Achtelfinale ein unglaubliches Comeback. Die Südamerikaner drehen spät auf und stehen im Viertelfinale.
Im WM-Sechzehntelfinale zwischen Kap Verde und Argentinien stand auch das direkte Duell zwischen Superstar Lionel Messi und Torhüter Vozinha im Fokus.
Titelverteidiger Argentinien gelingt im WM-Achtelfinale ein unglaubliches Comeback. Die Südamerikaner drehen spät auf und stehen im Viertelfinale.

Titelverteidiger Argentinien ist im WM-Achtelfinale ein „pharaonisches Comeback“ gelungen, wie die spanische Marca titelt. Die Südamerikaner drehten einen 0:2-Rückstand gegen Ägypten innerhalb von 13 Minuten und stehen durch den 3:2-Sieg im Viertelfinale.

Yasser Ibrahim (15.) und Mostafa Ziko (67.) trafen für die Nordafrikaner, die lange Zeit die argentinische Offensive im Griff hatten. Cristian Romero (79.) verkürzte auf Vorlage von Lionel Messi für Argentinien, Messi selbst glich nicht einmal fünf Minuten später aus (84.). Den Siegtreffer erzielte Enzo Fernandez in der zweiten Minute der Nachspielzeit, als im Stadion in Atlanta alle Dämme brachen.

Mit einem Tor und einer Vorlage leitete Messi das unglaubliche Comeback ein. Der Superstar traf im neunten WM-Spiel in Folge. Er ist zudem der erste Spieler, der in sechs WM-K.o.-Duellen hintereinander ein Tor schießen konnte.

Im Viertelfinale von Kansas City geht es am Sonntag (3.00 Uhr MESZ/MagentaTV) gegen die Schweiz oder Kolumbien.

Argentinien früh zurück

Danach hatte es in Atlanta lange nicht ausgesehen – auch weil Messi einen Foulelfmeter verschoss (21.). Die Argentinier bissen sich immer wieder die Zähne am überragenden Torhüter Mostafa Shobeir aus und liefen lange einem Rückstand hinterher.

Yasser Ibrahim (15.) sorgte mit seinem Kopfballtreffer für den ersten Rückstand Argentiniens während der WM. Der Titelverteidiger hätte kurz darauf ausgleichen können, doch Messi scheiterte an Shobeir – bereits gegen Österreich hatte der Superstar einen Strafstoß vergeben. Als Argentinien wütend auf den Ausgleich drängte, schlug Mostafa Ziko (67.) nach einem Konter zu.

Wie bereits beim zähen Erfolg im Sechzehntelfinale gegen Kap Verde lahmte das Offensivspiel der Argentinier lange. Die Kombinationen waren zu langsam, und als Messi einmal in aussichtsreicher Position an den Ball kam, wurde er abgedrängt (9.).

Ägyptens Trainer Hossam Hassan hatte „kein leichtes Spiel“ für die Argentinier versprochen, und sein Team setzte die forsche Ansage zunächst eindrucksvoll um. Die Nordafrikaner hatten mehr vom Spiel, verteidigten Messi oftmals mit mehreren Spielern und liefen die Lücken fleißig zu.

Argentinien gelingt Mega-Comeback in 13 Minuten

Dann schlug Ibrahim nach einer Ecke zu und belohnte die Ägypter für eine sehr starke Anfangsphase. Doch in der Defensive offenbarten sie einige Schwächen, wenn Argentinien mit etwas mehr Schwung kombinierte. Als Nicolás Tagliafico in den Strafraum stürmte, konnte ihn Haissem Hassan nur per Foul stoppen – doch Messi ließ die große Ausgleichschance vom Punkt liegen.

Der Fehlschuss rüttelte die Argentinier wach. Sie drängten nun auf den Ausgleich, scheiterten aber immer wieder am famosen Shobeir. Der Torhüter parierte stark gegen Alexis Mac Allister (28.) und noch stärker gegen Julián Álvarez (39.). Messi hatte dazwischen einen Freistoß aus der Distanz an den Pfosten geschossen (31.). Ägypten fand kaum Entlastung, verteidigte geschlossen ganz tief in der eigenen Hälfte.

Der Spielverlauf blieb nach der Pause identisch: Argentinien wollte den Ausgleich erzwingen, rannte an, fand aber zu selten Lücken. Messi war nun auch mehr ins Kombinationsspiel eingebunden, doch Ägypten verteidigte leidenschaftlich – und erzielte das vermeintliche 2:0. Doch der Treffer von Ziko (58.) wurde wegen eines Foulspiels nach Sichtung der Videobilder zurückgenommen. Wenig später gab es bei seinem Tor aber keine Zweifel.

Bei der letzten Trinkpause schworen sich die Ägypter nochmals auf die heiße Schlussphase ein. Messi und seine Kollegen warteten ungeduldig auf die Fortsetzung – und meldeten sich eindrucksvoll zurück.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)