Es ist schon jetzt der größte Aufreger der bisherigen Fußball-WM! US-Star Folarin Balogun durfte im Achtelfinale spielen, obwohl er in der Runde zuvor mit einer Roten Karte vom Platz geflogen war.
WM-Skandal: Schweinsteiger mit deutlichen Worten
WM-Skandal? Schweinsteiger wird deutlich
Eine genaue Begründung, warum seine Sperre nachträglich zur Bewährung ausgesetzt wurde, gibt es von der FIFA nicht. Dafür aber die unglaubliche Aussage von US-Präsident Donald Trump, der einräumte, sich bei der Thematik eingeschaltet zu haben.
Speziell diesen Umstand kritisierte ARD-Experte Bastian Schweinsteiger scharf: „Der Anschein, dass da Staaten eingreifen, ist natürlich nicht gut für die FIFA. Da müssen sie einen schnellen Weg finden, um das zu korrigieren. Das geht nicht und das will ich persönlich auch nicht haben.“
Für den Weltmeister von 2014 leidet aktuell die Glaubwürdigkeit des Weltverbandes: „Die Aufhebung der Roten Karte, das geht einfach nicht. Gerade nach so einer Tatsachenentscheidung mit VAR. Wir wollen den Kindern ja auch beibringen mit Ungerechtigkeit umzugehen, damit muss man umgehen. So ist es im Leben, aber auch im Sport. Deswegen kann man das nicht nachvollziehen.“
Schweinsteiger kritisiert: „Hat einen Beigeschmack“
Aus Sicht von Schweinsteiger könne man ganz sicher über das Foul diskutieren, aber zu einer Umkehr hätte es trotzdem nicht kommen dürfen: „Die Entscheidung ist nicht gut.“
„Das ist auch aus Sicht der US-Mannschaft nicht so gut“, glaubt Schweinsteiger: „Es hat einen Beigeschmack. Du willst fußballerisch glänzen. Bis jetzt lief die WM für das Team super. Die FIFA steht da jetzt ganz klar unter Druck.“
„Die USA hat sich gefreut auf das Spiel und jetzt ist ein großer Schatten über dem Spiel und über dem, was die US-Boys hier bisher geleistet haben“, kritisierte der Weltmeister von 2014.
Wagner deutlich: Schadet der Glaubwürdigkeit des Sportes
Kritik an der Entscheidung gab es auch vom ARD-Schiedsrichterexperten Lutz Wagner: „Hier wurde ein Präzedenzfall geschaffen, der der Glaubwürdigkeit des Sportes generell schadet.“
„Ich war genauso, wie alle Fußball-Fans über die Verfahrensweise geschockt. Es gibt schon die Möglichkeit solch eine Entscheidung zu kippen, aber nur dann, wenn es ein offensichtlicher Irrtum ist. Das war es hier nicht. Die Faktoren für eine Rote Karte waren gegeben“, analysierte Wagner.