Kapitän Johannes Golla lobt die Entwicklung, Spielmacher Juri Knorr „hofft, dass es weitergeht“: Deutschlands Handballer werben für eine Zukunft mit Bundestrainer Alfred Gislason. Dies bekräftigten die beiden deutschen Führungsspieler nach den zwei Testspielsiegen gegen Afrikameister Ägypten.
Handball: Golla und Knorr werben für Gislason-Zukunft
DHB-Stars werben für Gislason-Zukunft
Man habe sich seit dem Umbruch mit der aktuellen Mannschaft „stetig nach vorne entwickelt. Viele Spieler haben unter ihm debütiert, haben die ersten Schritte auf allerhöchstem internationalen Niveau gemacht. Es ist eine Mannschaft, die unheimlich viel Potenzial hat. Und ich finde, wir kommen dem Ausschöpfen des Potenzials immer näher“, sagte Golla nach dem 34:33 im zweiten Ägypten-Härtetest am Sonntagabend in Bremen.
„Wir haben zwei Spiele gegen Ägypten mit einer durchwachsenen Leistung, wo wir nicht ganz zufrieden sind, gewonnen. Das zeigt schon, dass wir Schritte nach vorne machen und ein anderes Selbstverständnis mittlerweile haben“, so Golla und konstatierte: „Das spricht natürlich für eine gute Zusammenarbeit.“
Golla: „Versuchen, aus der Zeit mit Alfred das Beste zu machen“
Über die anstehenden Verhandlungen des nach der Heim-WM im kommenden Jahr auslaufenden Vertrags von Gislason mache man sich im Team aber „ehrlich gesagt überhaupt keine Gedanken. Wir versuchen, aus der Zeit mit Alfred das Beste zu machen und den Weg, den wir jetzt gemeinsam eingeschlagen haben, so lange wie möglich und so erfolgreich wie möglich weiterzugehen. Alles andere liegt in den Händen der DHB-Verantwortlichen.“
Auch Knorr spricht sich für eine Weiterbeschäftigung des erfahrenen Trainers aus, der die deutsche Mannschaft seit 2020 betreut und selbst gern weitermachen möchte. „Ich kenne nur Alfred als Bundestrainer und bin ihm sehr dankbar für alles, was er mir auch ermöglicht hat über die Jahre“, sagte Knorr: „Er hat mich damals in sehr jungen Jahren dazugeholt und mir auch immer wieder Vertrauen geschenkt. Ich hoffe, dass es noch weitergeht mit ihm.“
DHB-Sportvorstand Ingo Meckes will die Frage im Verband definitiv vor der Heim-WM (13. bis 31. Januar 2027) beantworten, sich dabei aber nicht unter Druck setzen lassen. „Es wäre schlimm, wenn wir einen Monat oder zwei Monate, bevor die WM startet, keine Klarheit hätten“, sagte er am Rande der ersten Ägypten-Partie am Donnerstag in Dortmund (41:28). Einen „unmittelbaren Druck“ sehe man nicht.