Der erste Finalist beim Final-4 der Champions League steht fest! Die Füchse Berlin haben das deutsche Duell gegen den SC Magdeburg mit 40:35 (19:17) gewonnen. Im Endspiel treffen die Hauptstädter am Sonntagabend entweder auf den FC Barcelona.
Champions-League-Final-4: Finale! Füchsen gelingt die Revanche
Hanning schwärmt nach Finaleinzug
„Wir sind super zufrieden und stolz“, sagte Füchse-Trainer Nicolej Krickau bei Dyn, „es war einfach brutal, du darfst keine Fehler machen. Das hat geklappt.“ Berlins Geschäftsführer Bob Hanning meinte in der Mixed Zone: „Es war ein verdienter Sieg. Die Mannschaft hat es vorne über 60 Minuten in einer unfassbareren Art und Weise gelöst.“
SCM-Coach Bennet Wiegert gab bei Dyn zu: „Berlin ist absolut verdient weitergekommen.“ Er führte weiter aus: „Die Enttäuschung bei jedem ist natürlich groß, weil wir so hart dafür gearbeitet haben. Wir versuchen, morgen den Kopf wieder hochzunehmen, um dann einen guten Saisonabschluss zu schaffen.“
Berliner Revanche für verlorenes CL-Finale
Mit dem Erfolg glückte den Füchsen die Revanche, denn in der vergangenen Saison trafen beide Teams im Finale aufeinander, welches der SCM für sich entscheiden konnte.
Berlin Tim Freihöfer erklärte mit Blick auf das verlorene Finale 2025: „Man versucht es einzuordnen, aber wir wissen aus der vergangenen Saison, dass hier ein geiles Spiel nicht reicht. Ich will mir nicht zum zweiten Mal in Folge die Silbermedaille umhängen. Es ist immer hart gegen Magdeburg, die spielen einen unfassbaren Handball. Wir haben in der Liga die Chance gegen sie nicht genutzt. Es war noch eine Rechnung offen.“
Füchse lassen SCM hinterherlaufen
In der ersten Halbzeit herrschte von Anfang an viel Kampf und es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Nach rund 15 Minuten gelang es Berlin, sich das erste Mal mit 13:10 abzusetzen. Magdeburg ließ sich zwar nicht abschütteln, dennoch ging es mit einem Zwei-Tore-Rückstand in die Halbzeit.
Mit der gleichen hohen Intensität startete dann auch der zweite Abschnitt. Beide Mannschaften leisteten sich kaum Fehler, schenkten sich gar nichts und spielten Handball auf dem höchsten Niveau.
SCM dreht die Partie – dann geht kaum noch etwas
In der 47. Minute drehte der SCM dann die Partie und ging erstmals seit der siebten Minute wieder in Führung. Fortan entwickelte sich die Partie zu einem Drama und Berlins Antwort ließ nicht lange auf sich warten.
Berlins Superstar Mathias Gidsel übernahm in den Schlussminuten die Verantwortung und brachte mit seinen Entscheidungen die Füchse auf die Siegerstraße in Richtung Endspiel. Gleichzeitig gelang dem SCM offensiv kaum noch etwas, und war über acht Minuten ohne eigenen Treffer. Berlin gelang in dieser Zeit ein 6:0-Lauf.
„Danach war es nicht mehr aufzuholen“
Das lag auch an Berlins Keeper Dejan Milosavljev, der über weite Strecken blass blieb, doch in den letzten Minuten einige Weltklasse-Paraden zeigte. „Das war der Unterschied“, stellte Hanning klar und ergänzte: „Matthes Langhoff findet den Zugriff im Deckungszentrum und dann hält Dejan im Tor. Wir hatten gute Möglichkeiten, das Spiel in unsere Richtung zu lenken. Vorne haben wir 60 Minuten lang fantastischen Handball gespielt. Wir haben hinten heraus die Paraden bekommen, die wir brauchten.“
SCM-Coach Wiegert haderte mit dieser Phase des Spiels: „Ich habe mehrfach in der Halbzeitpause gesagt, dass wir nochmal das Momentum bekommen. Das haben wir dann in der 47. Minute bekommen, aber danach treffen wir keine guten Entscheidungen.“
Weiter führte er aus: „Wir kassieren einen 0:6-Lauf und Berlin entscheidet die Partie. Danach war es nicht mehr aufzuholen. Wir wollten das Unmögliche möglich machen, aber das war dann gegen Berlin nicht mehr möglich.“