Kurz vor dem Ende des EM-Spiels zwischen Spanien und Frankreich hat Frankreichs Nationalspieler Dylan Nahi mit einer unsportlichen Aktion für Wirbel gesorgt. Der kommende Gegner der deutschen Mannschaft geriet am Montagabend nach einer hässlichen Szene abseits des Balles in den Fokus.
Handball-EM: Wirbel um Frust-Foul bei Deutschland-Gegner
Unsportliche Szene von DHB-Gegner
Beim Stand von 35:32 für Spanien und nur noch 22 Sekunden auf der Uhr stellte sich Nahi seinem Gegenspieler Abel Serdio in den Laufweg. Der Spanier ging nach dem Rempler zu Boden, verdrehte sich dabei den rechten Knöchel und musste auf dem Feld behandelt werden. Die Schiedsrichter ahndeten das Frust-Foul mit einer Zwei-Minuten-Strafe gegen den Franzosen.
Unnötige Aktion trotz entschiedener Partie
Besonders brisant: Zu diesem Zeitpunkt war das Spiel längst entschieden. Frankreich hatte keine Möglichkeit mehr, die Partie noch zu drehen, der Ausgang stand fest. Die Aktion von Nahi wirkte daher umso unnötiger und sorgte für Unverständnis.
Serdio konnte zwar selbstständig wieder aufstehen, reagierte aber wütend und schimpfte lautstark in Richtung des Franzosen. Die Szene überschattete den überraschenden spanischen Sieg.
Handball-EM: Frankreich im „Endspiel” gegen Deutschland
Für Frankreich kommt der Wirbel zur Unzeit. Der Titelverteidiger trifft am Mittwoch im alles entscheidenden Spiel um den Halbfinal-Einzug auf Deutschland. Ein Unentschieden würde dem DHB-Team bereits zum Weiterkommen reichen. Die Franzosen brauchen einen Sieg.
Vor dem Schlüsselspiel steht damit nicht nur die sportliche Ausgangslage im Mittelpunkt, sondern auch das Verhalten eines französischen Leistungsträgers.