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Schweizer Drama bei der Handball-EM

Schweizer Drama bei der EM

Die Schweiz verpasst bei der Handball-EM die nächste Sensation. Gegen die Ungarn geben sie das Spiel unnötig aus der Hand.
Die starke Aufholjagd der Schweizer Nationalmannschaft wird am Ende nur mit einem Punkt belohnt. Entsprechend gedrückt zeigt sich Nationaltrainer Andy Schmid.
Die Schweiz verpasst bei der Handball-EM die nächste Sensation. Gegen die Ungarn geben sie das Spiel unnötig aus der Hand.

Bitterer Abend für die Schweiz bei der Handball-EM! Der Außenseiter verschenkte beim 29:29 gegen Ungarn erneut einen sicher geglaubten Sieg.

Zwischenzeitlich hatten die Schweizer gegen die hochfavorisierten Ungarn schon mehrfach mit sieben Toren geführt - letztmals nach 36 Minuten beim Spielstand von 24:17.

Doch dann verlor die Schweiz völlig den Faden und brach komplett ein. Zwischenzeitlich blieb das Team von Trainer Andy Schmid fast sieben Minuten ohne Tor. Am Ende hatte das Team sogar Glück, dass die Ungarn Sekunden vor dem Spielschluss den Angriff zu fahrig verspielten.

„Ein Punkt ist gut, aber wir sind trotzdem sehr enttäuscht. Wir haben 45 Minuten guten Handball gespielt, sind dann aber wieder eingebrochen“, ärgerte sich Noam Leopold nach dem Spiel.

Handball-EM: Schweiz verschenkte schon einen Sieg gegen Slowenien

„Wir haben einfach viel zu viele dumme Fehler gemacht. So kann man das Spiel nicht gewinnen. Eigentlich hätten wir gewinnen müssen, deshalb ist es sehr enttäuschend“, sagte Leopold weiter.

Besonders ärgerlich für die Schweiz, bereits beim Gruppenspiel gegen Slowenien erlebte das Team einen ähnlichen Einbruch. Damals wurde sogar eine Neun-Tore-Führung verspielt.

„Wir haben schon wieder ein Spiel aus der Hand gegeben, wo wir über lange Strecken das deutlich bessere Team waren. So etwas ist manchmal schwer zu verkraften“, kritisierte Leopold deutlich.

Durch das Unentschieden stehen die Schweiz und Ungarn mit je einem Punkt am Tabellenende der Hauptrunden-Gruppe II.

Die Schweizer hätten mit kühlerem Kopf auch schon bei vier Punkten stehen können. Ein Weiterkommen wird für beide Teams schwer.

Schweden souverän an der Spitze

Besonders bitter für die Schweizer: Wenn sie die Spiele gegen Ungarn und auch gegen Slowenien über die Zeit gebracht hätten, würden sie aktuell auf dem zweiten Platz hinter den überragenden Schweden stehen.

Die Schweden setzten sich am Abend im Topspiel dank einer starken zweiten Halbzeit mit 35:31 (13:15) gegen Slowenien durch und führen die Hauptrundengruppe 2 mit 4:0 Punkten an. Lukas Sandell von den Rhein-Neckar Löwen war mit sieben Treffern der beste Werfer des Co-Gastgebers.

„Slowenien hat heute sehr gut gespielt. Wir mussten all die Energie, die noch in unseren Körpern drin war, raushauen und einen echten Fight liefern. Am Ende gewinnen wir das Spiel dann sogar noch mit vier Toren Vorsprung. Ich bin sehr stolz auf das Team“, freute sich Torhüter Mikael Appelgren nach dem Spiel über den Sieg.

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