DHB will Gislason-Zukunft klären

Der DHB will bald Klarheit in der Trainerfrage, vermeidet aber eine Festlegung. Sicher ist: Bis kurz vor der Heim-WM soll es nicht dauern.
Alfred Gislason lobt die Entwicklung seiner Mannschaft und blickt auf Chancen und Herausforderungen für die Heim-WM 2027.
Der DHB will bald Klarheit in der Trainerfrage, vermeidet aber eine Festlegung. Sicher ist: Bis kurz vor der Heim-WM soll es nicht dauern.

Der Deutsche Handballbund (DHB) möchte die Zukunft von Bundestrainer Alfred Gislason zeitnah klären, will sich dabei aber nicht unter Druck setzen lassen. „Wir haben bewusst gesagt: Wir warten die EM-Analyse ab. Diese ist erfolgt. Jetzt geht der Prozess in Gang, was danach ist. Es wäre schlimm, wenn wir einen Monat oder zwei Monate, bevor die WM startet, keine Klarheit hätten“, sagte DHB-Sportvorstand Ingo Meckes am Donnerstag in Dortmund. Einen „unmittelbaren Druck“ sehe man nicht.

Gislasons Vertrag läuft nach der Heim-WM 2027 (13. bis 31. Januar) aus. Der Isländer, seit 2020 im Amt, hatte unter der Woche erneut deutlich gemacht, gerne mit der Mannschaft weiterarbeiten zu wollen.

„Ich habe nie einen Hehl daraus gemacht, dass ich erst einmal nicht aufhören möchte mit Handball nach der Weltmeisterschaft und gerne mit dieser Mannschaft weiterarbeiten würde“, hatte Gislason gesagt: „Ich habe immer signalisiert, mein Vertrag läuft aus nach der WM, und sie müssen entscheiden, wie es weitergeht. Ich werde diese Entscheidung akzeptieren.“

DHB-Boss: „Gibt alle Möglichkeiten“

Meckes verwies auf einen gut überlegten Prozess, bei dem man sich bewusst Zeit lasse. „Wir wägen alle Möglichkeiten ab – und im Moment gibt es alle Möglichkeiten“, sagte der Sportvorstand vor dem Länderspiel gegen Afrikameister Ägypten in der Westfalenhalle. Es würden „spannende Monate“ warten.

In Gislasons Amtszeit gewann das DHB-Team zwei Medaillen. Auf Olympia-Silber in Paris 2024 folgte im vergangenen Januar der zweite Platz bei der Europameisterschaft, Gegner im Finale war jeweils Dänemark.