Thomas Tuchel hat am Freitagvormittag Englands Kader für die anstehenden Test-Länderspiele bekanntgegeben. Einen großen Namen dürften dabei einige Fans vermutlich vermisst haben: Denn Real-Star Trent Alexander-Arnold ist bei den beiden Partien gegen Uruguay und Japan erneut nicht dabei.
Verletzt ist der Außenverteidiger nicht – Tuchel begründet die Nicht-Nominierung vor allem mit sportlichen Argumenten: „Ich weiß, es ist hart, es ist ein riesiger Name. Aber ich habe das Gefühl, dass ich weiß, was Trent uns geben kann. Ich habe trotzdem entschieden, bei den Spielern zu bleiben, die wir bei den (vorherigen) Lehrgängen dabei hatten.“
Knallhart! Darum lässt Tuchel einen Real-Star zuhause
„Schwere Entscheidung“ gegen Real-Star
Tuchel: „Ich weiß genau, was er bieten kann“
Anstelle des 27-Jährigen sind Jarell Quansah, Tino Livramento und Djed Spence nominiert, die allesamt die Rechtsverteidiger-Position besetzen können. Bereits im November hatte Alexander-Arnold nicht im Kader gestanden, sein letztes Länderspiel bestritt er im Juni 2025 in der WM-Qualifikation gegen Andorra.
Was haben die anderen Namen in Englands Defensive dem Real-Star voraus? “Ein etwas anderes Profil. Es geht aber mehr um den Beweis, das wir im Oktober und November gut waren. Es geht nicht so sehr darum, was Trent uns nicht geben kann“, begründete Tuchel seine Entscheidung.
Die Tür für den WM-Zug ließ der Coach aber noch offen: „Ich weiß genau, was Trent bieten kann. Ich habe oft gegen ihn gespielt und gelitten. Ich kenne seine Stärken sehr gut.“ Alle Spieler müssten „weiter pushen“, um sich eine WM-Teilnahme zu verdienen.
Verletzungspech bremste England-Star aus
Alexander-Arnold war im Sommer nach 21 Jahren beim FC Liverpool zu Real Madrid gewechselt. Doch Spielpraxis sammelt der 27-Jährige dort nur bedingt: In dieser Saison verpasste er für die Königlichen bereits 21 Partien verletzungsbedingt.
Seit Anfang Februar ist er aber wieder fit und spielt regelmäßig. Ihn nun doch erneut nicht mit in den Nationalkader zu nehmen, bezeichnete Tuchel auf der PK als „schwere Entscheidung“.
Auch abseits der Personalie Alexander-Arnold sorgte Tuchels Kader für Verwunderung: Insgesamt 35 Spieler nominierte der Ex-Bayern-Coach, darunter fünf Torhüter.