Kurz vor Spielende beim 3:1-Erfolg im Freundschaftsspiel gegen Kolumbien ist bei Frankreichs Trainer Didier Deschamps die gute Laune verflogen. In den letzten Sekunden der Nachspielzeit musste er ein gefährliches und nicht geahndetes Tackling gegen seinen Schützling Michael Olise mit ansehen.
Beinahe-Drama um Bayern-Star
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„Zum Glück ist er gesprungen, sonst hätte er nur noch ein Bein übrig“, sagte der Coach sichtlich verärgert nach dem Spiel.
Nach den beiden Testspielen gegen Brasilien und Kolumbien resümierte er: „Das Spiel war sehr hart. Sie wissen das genauso gut wie ich, südamerikanische Mannschaften haben das so an sich.“
Sorge um Olise und Co.: „Das geht zu weit“
Dass Deschamps ohne größere Kaderprobleme nach Europa zurückkehrt, sei nicht ganz selbstverständlich. „Aggressivität, okay, wir wissen, was das ist, aber das geht ein bisschen zu weit. Das wird nicht immer geahndet. Ich habe es dem vierten Schiedsrichter gesagt: Wir spielen hier kein American Football! Es gibt keine Tacklings! Zum Glück gab es keine schwerwiegenden Folgen“, begründete er seine Verärgerung nach dem Spiel.
Der 57-Jährige erinnerte noch einmal daran, dass er als Nationaltrainer Rücksicht auf die Spieler nehmen müsse, da „jetzt in den Meisterschaften und der Champions League die entscheidende Phase“ bevorstünde.
Dies sei für die Spieler die wichtigste Phase in ihren Vereinen, weshalb er seine personellen Entscheidungen in den beiden Testspielen immer unter Beachtung der möglichen Risiken getroffen habe.
Obwohl Deschamps im zweiten Testspiel eine komplett neue Startelf aufstellte, konnten die Franzosen ohne größere Probleme gegen Kolumbien bestehen. Das Selbstvertrauen Richtung WM dürfte im französischen Team daher ziemlich hoch sein.