Beim 5:1 gegen Ghana feierte Carney Chukwuemeka sein Traum-Debüt für die österreichische Nationalmannschaft mit einem Treffer. Der Sohn nigerianischer Eltern ist in Wien geboren worden und in England aufgewachsen, ließ sich aber von Nationaltrainer Ralf Rangnick zum ÖFB locken. Nun äußerte der Coach seine Verwunderung über Chukwuemekas Verein Borussia Dortmund.
Wegen Chukwuemeka: Rangnick vom BVB verwundert
Rangnick vom BVB verwundert
Denn die Deutschkenntnisse des Mittelfeldspielers beschränken sich offenbar auf ein sehr niedriges Niveau. Dabei ist Chukwuemeka mit einer kurzen Unterbrechung im Sommer seit Februar 2025 beim BVB. Beim ÖFB bekam er nun einen Dolmetscher.
Rangnick vom BVB verwundert
Rangnick befand nun auf einer Pressekonferenz: „Das muss im Interesse der Klubs liegen. Sie sollten darauf achten, dass regelmäßig Deutsch-Unterricht stattfindet. Ich will das nicht als Kritik verstanden wissen, aber ich war schon überrascht.“
Aus eigener Erfahrung berichtete er von seinen ehemaligen Vereinen: „In Leipzig oder Hoffenheim war das Pflicht – dreimal pro Woche Deutsch-Unterricht. Wer fehlte, wurde behandelt, als hätte er das Training versäumt. Aber jeder Verein handhabt das natürlich anders.“
Chukwuemeka hatte in Interviews verkündet, er könne zumindest einige Dinge verstehen und den Satz „Oida, biste deppert“ sagen. Die Schuld für die Sprachprobleme sieht Rangnick derweil nicht.
„Für solche Jungs ist es nicht so einfach. Weil Englisch wird überall gesprochen, man versteht sie überall, Carney kommt natürlich bei uns in der Gruppe auch mit Englisch klar, aber ich war schon auch ein bisschen überrascht, dass man da in Dortmund bisher noch gar nicht versucht hat, mit ihm Deutsch-Unterricht zu machen“, so der Coach.
Rangnick führte aus, dass Chukwuemeka zumindest beim Nationalteam nun seinen deutschen Wortschatz erweitern muss. „Wir haben so ein kleines Wörterbuch mit den wichtigsten Vokabeln, die wir benutzen.“