Int. Fußball>

Eine wohl letzte große Messi-Show zum Abschied!

Die wohl letzte Messi-Show zum Abschied

Es ist nur ein Testspiel - und doch eine höchst emotionale Angelegenheit: Lionel Messi zeigt zum vielleicht letzten Mal in Argentinien seine Klasse.
Wird Lionel Messi bei der Weltmeisterschaft in diesem Jahr für Argentinien auflaufen? Trainer Lionel Scaloni hofft, dass der in die Jahre gekommene Weltstar dabei sein wird.
Es ist nur ein Testspiel - und doch eine höchst emotionale Angelegenheit: Lionel Messi zeigt zum vielleicht letzten Mal in Argentinien seine Klasse.

Rekordweltmeister Brasilien und Titelverteidiger Argentinien haben ihre nächsten Tests zweieinhalb Monate vor der WM bestanden. Die Selecao gewann rund eine Woche nach der Pleite gegen Frankreich (1:2) mit 3:1 (1:0) in Orlando/USA gegen Kroatien, das vor vier Jahren in Katar die Brasilianer im Viertelfinale aus dem Turnier geworfen hatte.

Superstar Lionel Messi feierte mit Argentinien ein emotionales 5:0 (2:0) gegen Sambia in Buenos Aires.

Beim kurzfristig angesetzten Testspiel erzielte der mittlerweile 38-Jährige (43.) das Tor zum zwischenzeitlichen 2:0. Ursprünglich hätte an diesem Tag das „Finalissima“ zwischen Europameister Spanien und dem Südamerika-Champion in Katar stattfinden sollen, das wegen des Nahost-Konflikts aber abgesagt werden musste.

Messi mit großer Geste für Weggefährten

Die Argentinier, die ihr WM-Quartier in Kansas City aufschlagen, haben bislang keine weiteren Tests im Vorfeld der Endrunde in den USA, Mexiko und Kanada geplant.

Wohl auch deshalb wurde die Partie zu einer äußerst emotionalen Angelegenheit. Messi hatte schon Tränen in den Augen, als er sich mit seinem Team zur Nationalhymne aufstellte. Es könnte sein letztes Heimspiel für Argentinien gewesen sein. Die argentinische Sportzeitung Olé titelte: „Messis Show beim Abschied“.

Neben seinem Tor sorgte er auch noch für einen Assist und einen ganz besonderen Moment. Als seiner Mannschaft ein Elfmeter zugesprochen wurde, forderte er vehement seinen langjährigen Weggefährten Nicolás Otamendi an den Punkt. Denn auch für den 38-Jährigen könnte es der Abschied vor den eigenen Fans gewesen sein.

Nach anfänglichem Zögern verwandelte der Kapitän und jubelte ausgelassen mit Messi vor den begeisterten Fans.

„Wie Leo gesagt hat: Lasst die Leute glauben“

„Es war ein Abschied von Argentinien, es war mein letztes Freundschaftsspiel hier“, sagte Otamendi nach dem Spiel: „Es ist eine Freude, in Argentinien zu spielen und die Zeit mit unseren Fans zu genießen. Es steht noch die Weltmeisterschaft an, wir werden dort antreten und den Titel verteidigen. Wie Leo gesagt hat: Lasst die Leute daran glauben, denn es gibt Grund dazu.“

Messi sprach nicht nach der Partie, seine Teilnahme an der WM ist damit offiziell weiter nicht bestätigt.

Brasilien feierte derweil eine gelungene Generalprobe vor der Kader-Nominierung am 18. Mai, die Trainer Carlo Ancelotti nach dem bitteren 1:2 am vergangenen Donnerstag gegen Vize-Weltmeister Frankreich erhoffte Alternativen gab. Zumal der 66-jährige Italiener weiterhin auf den verletzungsanfälligen Neymar verzichtete.

Denn obwohl Brasilien nach einem Konter aus dem Lehrbuch durch Danilo (45.+2) in Führung gegangen war, schallten immer stärker Rufe nach dem Superstar durch das mit 46.398 Zuschauern gut besuchte Camping World Stadium – bis der eingewechselte Endrick einen Elfmeter herausholte, den Igor Thiago (88.) verwandelte, und Gabriel Martinelli (90.+2) für den Endstand sorgte. Beide Torschützen kamen ebenfalls von der Bank.

„Neymar kann bei der WM dabei sein“

Dass Neymar, der mit 34 Jahren beim FC Santos in seiner Heimat spielt, einmal mehr dort keinen Platz fand, hatte Ancelotti zuvor mit dessen Fitnessproblemen begründet. „Er ist nicht bei 100 Prozent seiner Möglichkeiten“, argumentierte der Erfolgscoach immer und immer wieder, schlug die Tür aber nicht endgültig zu: „Neymar kann bei der WM dabei sein.“

Mit seiner sechsten Teilnahme an einer Weltmeisterschaft könnte derweil Messi wie auch Cristiano Ronaldo einen Rekord aufstellen und damit unter anderem Lothar Matthäus überholen. Sein Debüt hatte der Argentinier 2006 in Deutschland gegeben. Dem WM-Viertelfinal-Aus gegen den Gastgeber folgten 2010 ebenfalls in der Runde der letzten Acht und 2014 im Finale in Brasilien erneute Pleiten gegen die DFB-Elf. Nach einer weiteren Enttäuschung 2018 in Russland gelang 2022 endlich die Krönung in Katar.

—–

mit Sport-Informations-Dienst