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Italien: Sensationelles Guardiola-Gerücht nimmt Fahrt auf

Guardiola-Gerücht nimmt Fahrt auf

Die italienische Nationalmannschaft könnte womöglich einen ganz großen Namen an Bord holen: Pep Guardiola. Der Spanier soll sich im Falle eines Angebots offen zeigen – einige Hürden würde es aber wohl dennoch geben.
Nach dem Sieg im Topspiel gegen den FC Arsenal lobt Manchester Citys Trainer Pep Guardiola den scheidenden Kapitän Bernardo Silva. Der Coach zeigt sich extrem dankbar für die Leistungen des 31-Jährigen.
Die italienische Nationalmannschaft könnte womöglich einen ganz großen Namen an Bord holen: Pep Guardiola. Der Spanier soll sich im Falle eines Angebots offen zeigen – einige Hürden würde es aber wohl dennoch geben.

Wird Pep Guardiola bald italienischer Nationaltrainer? Was für einige Beobachter wie ein utopisches Wunschszenario der „Squadra Azzurra“ klingen mag, scheint dieser Tage ein wenig realistischer zu werden.

Guardiola, dessen Vertrag bei Manchester City 2027 ausläuft, sei einer möglichen Anstellung nicht abgeneigt und würde sich ein Angebot der Italiener zumindest anhören, berichtet Gazzetta dello Sport.

Laut der italienischen Zeitung handle es sich dabei zwar primär um Vermutungen, „eines ist jedoch sicher: Guardiolas Liebe zu Italien“. Bereits Anfang April hatte es erste Gerüchte über ein mögliches Engagement des Spaniers gegeben, die nun weiter unterfüttert werden.

Italien: Übernimmt Guardiola das Mammut-Projekt?

Daraus, dass er eines Tages eine Nationalmannschaft betreuen wolle, macht Guardiola seit Jahren keinen Hehl. Als Spieler war der 55-Jährige selbst in der Serie A aktiv, kickte für die Roma und Brescia. Ein weiterer Pluspunkt: Guardiola spricht Italienisch und habe „wiederholt seine Bewunderung für den italienischen Fußball zum Ausdruck gebracht“, wie es in der spanischen Marca hieß.

Den Star-Trainer aber tatsächlich vom Mammut-Projekt überzeugen zu können, den italienischen Fußball nach drei verpassten WM-Teilnahmen wieder in die richtige Bahn zu lenken, dürfte äußerst schwierig werden. Völlig unmöglich sei das Vorhaben jedoch nicht, wie die Marca schreibt.

Sponsor könnte bei Verpflichtung unterstützen

Das größte Problem, das zwischen Italien und einer Verpflichtung des City-Coachs stehe, sei das Geld, heißt es weiter. Demnach verdiene Guardiola in England ein Gehalt, das meilenweit über den üblichen Standards des italienischen Fußballverbands (FIGC) liege: 24,8 Millionen Euro brutto. Europameister-Coach Roberto Mancini habe 2021 gerade einmal drei Millionen Euro verdient – netto.

Doch der Marca zufolge könnte es einen Weg geben, den Spanier dennoch zur Nationalmannschaft zu lotsen – und zwar mit kommerzieller Unterstützung: Demnach stünde mit „Puma“ ein Sponsor im Hintergrund bereit, der mögliche Kosten einer Guardiola-Verpflichtung tragen könnte.

Ein solches Vorgehen wäre in Italien nicht neu: 2014 übernahm Antonio Conte das Amt des italienischen Nationaltrainers – auch damals wurde ein erheblicher Teil seines Gehalts von einem Sponsor finanziert.

Neuanfang mit Guardiola? „Er ist der Richtige für Italien“

Könnte über einen ähnlichen Weg also nun tatsächlich auch Guardiola gelockt werden? Im Verband ist die Vorstellung alles andere als abwegig: Leonardo Bonucci, derzeit im FIGC tätig, befeuerte vor wenigen Tagen die Hoffnung auf einen Neuanfang mit dem Spanier: „Ich würde mit Guardiola von vorne beginnen. Er ist der Richtige für Italien. Ich weiß, es ist nicht einfach, aber Träumen kostet nichts“, sagte der ehemalige Nationalspieler.

Guardiola selbst hat sich bisher nicht konkret zu den Gerüchten geäußert. Als er 2018 einmal gefragt wurde, ob er sich vorstellen könne, eines Tages in Italien zu arbeiten, ließ er die Tür mit einem „Warum nicht?“ offen.