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Trainer-Aus: Ghana-Star verrät pikantes Detail

Addo-Aus: „Wir waren geschockt“

Nach der Niederlage gegen Deutschland wird Ghanas Nationaltrainer Otto Addo entlassen. Bundesliga-Profi Derrick Köhn verrät, dass er und seine Teamkollegen per WhatsApp vom Aus Addos erfuhren.
Hans Sarpei spricht über die Erfahrungen bei den Weltmeisterschaften 2006 und 2010. Insbesondere in Südafrika wäre Ghana beinahe ein ganz großer Erfolg geglückt.
Nach der Niederlage gegen Deutschland wird Ghanas Nationaltrainer Otto Addo entlassen. Bundesliga-Profi Derrick Köhn verrät, dass er und seine Teamkollegen per WhatsApp vom Aus Addos erfuhren.

Nur wenige Stunden nach Abpfiff des Testspiels zwischen Deutschland und Ghana (2:1) wurden die Nationalspieler des westafrikanischen Landes vom Aus von Nationaltrainer Otto Addo überrascht. Wie Bundesliga-Profi Derrick Köhn, der über 90 Minuten gegen die DFB-Elf auf dem Platz stand, nun verriet, wurden er und seine Teamkollegen per WhatsApp über diesen Schritt informiert.

„Das kam alles wirklich sehr plötzlich. Ich war auch selbst überrascht, dass es so schnell nach dem Spiel öffentlich gemacht wurde“, schilderte der gebürtige Hamburger im Bild-Podcast „Stammplatz“.

„Das war so eine Stunde, anderthalb Stunden nach dem Spiel. Auf einmal kam eine Nachricht in die WhatsApp-Gruppe. Wir waren alle mit Familien und Bekannten unterwegs, jeder war verstreut“, erzählte Köhn. „Wir waren alle schon ein bisschen geschockt.“

Löw dementiert überraschende Medienberichte

Ghana hatte sich nach der 1:2-Niederlage in Stuttgart gegen Deutschland von Nationalcoach Addo getrennt. Wer die afrikanische Nation bei der WM in Nordamerika trainieren wird, ist noch offen. Nach Gerüchten um ein mögliches Engagement von Joachim Löw dementierte der Weltmeister-Trainer entsprechende Meldungen am Freitag.

Köhn, der in der Bundesliga für Union Berlin aufläuft und das zwischenzeitliche 1:1 gegen Deutschland vorbereitet hatte, bedauert den Abschied von Addo sehr. Dieser hatte den Linksverteidiger erst in die ghanaische Nationalmannschaft geholt.

„Für mich ist es natürlich sehr traurig. Ich bin durch ihn in die Nationalmannschaft gekommen. Er ist ein besonderer Mensch, ich bin ihm ein Leben lang dankbar“, sagte der Union-Profi.

Im Sommer trifft Ghana in WM-Gruppe L auf England, Kroatien und Panama. Bei Köhn steigt die Vorfreude auf das Turnier von Tag zu Tag. „Ich hoffe, dass wir mit Ghana einen neuen guten Trainer bekommen, der dann bei der Weltmeisterschaft versucht, ein großes Turnier zu spielen. Mit England und Kroatien sind es zwei Brocken, die auf uns zukommen. Bei Panama bin ich ehrlich, die kenne ich nicht so, habe ich nicht so auf dem Schirm. Wir wollen versuchen, der Nation Ghana einfach Freude zu bereiten.“