Der frühere Bundesliga-Coach Bo Svensson hat dem FC Kopenhagen auf Anhieb neues Leben eingehaucht. Beim Debüt des Ex-Trainers von Mainz und Union Berlin ragte unter anderem der einstige BVB-Profi Youssoufa Moukoko heraus.
Youssoufa Moukoko glänzt bei historischem Kantersieg
Moukoko-Show im Abstiegskampf
Svensson hatte Moukoko beim 7:0 (4:0)-Kantersieg gegen Silkeborg IF in die Startelf beordert – und Moukoko zahlte das Vertrauen umgehend zurück. Bereits nach sechs Minuten traf der 21-Jährige zur Führung.
Auch Moukoko sorgt für „Wahnsinn im Parken“
Mit einem Abstauber zum 4:0 machte Moukoko (25.) noch vor der Pause seinen Doppelpack perfekt.
Robert (12.) und William Clem (17.) sorgten mit ihren Treffern noch vor der Pause für klare Verhältnisse zugunsten des kriselnden dänischen Rekordmeisters.
„Wahnsinn im Parken“, schrieb das dänische Portal Bold schon zur Pause. Bei Tipsbladet war von einer „riesigen Demütigung“ die Rede.
Kurz nach dem Seitenwechsel legte Moukoko (51.) seinen dritten Treffer des Abends nach. Robert machte schließlich das halbe Dutzend voll (62.).
Historischer Sieg für Kopenhagen
Moukoko hatte in der 67. Minute vorzeitig Feierabend. Für ihn kam Andreas Cornelius in die Partie. Jordan Larsson, der das 2:0 und das 3:0 vorbereitet hatte, erhöhte sogar noch auf 7:0 (78.).
Außerdem bekam Ex-Eintracht-Profi Buta in der Schlussphase noch etwas Spielzeit. Er wurde in der 78. Minute für Junnosuke Suzuki eingewechselt.
Für Kopenhagen war es nach den schwierigen letzten Monaten ein historischer Erfolg und auch der geteilte höchste Sieg in der Superliga. Am 5. März 2023 schoss Kopenhagen Odense ab – ebenfalls mit 7:0. Im Pokalwettbewerb konnte der Klub sogar mal 9:0 gewinnen (am 27. September 2023 gegen IF Lyseng).
Presse staunt über Verwandlung: „Wer zum Teufel seid ihr?“
Für das Boulevardblatt B.T. war die Mannschaft, die zuletzt am 23. November 2025 ein Ligaspiel gewonnen hatte, kaum wiederzuerkennen. „Wer zum Teufel seid ihr?“, stand im Liveticker: „Die FCK-Spieler sind heute wie ausgewechselt.“
Und was Silkeborg angeht, schrieb Tipsbladet: „Das ist wirklich, wirklich hässlich.“
Der FC Kopenhagen muss erstmals in seiner Vereinsgeschichte in der Abstiegsrunde der dänischen Superliga antreten. Nach zwei Niederlagen zum Auftakt der Runde hatte sich der abgestürzte Topklub von Trainer Jacob Neestrup getrennt.
Vor Anpfiff machten die Kopenhagen-Fans mittels eines Banners auf sich aufmerksam. „Ihr habt einen echten Kopenhagener gefeuert. Lasst es nicht zwei sein!“, stand auf dem Plakat geschrieben, als die Spieler zum Aufwärmen den Rasen betraten.
In der Tabelle liegt Kopenhagen nun mit 32 Punkten auf Rang sieben. Silkeborg hat 23 Punkte auf dem Konto und belegt mit Platz elf einen direkten Abstiegsplatz.