Christian Eriksen ist nach seinem neuerlichen Kollaps zum Rücktritt aufgefordert worden. Der ehemalige dänische Nationalspieler und heutige TV-Experte Thomas Gravesen riet dem Profi des VfL Wolfsburg dringend zum Abschied vom Profifußball.
Eriksen zum Rücktritt aufgefordert: "In welche Lage bringt er seine Frau?"
Eriksen wird zum Rücktritt aufgefordert
„Hier geht es nicht mehr um die Karriere. Hier geht es ums Leben. Es ist das Leben von Christian Eriksen, das auf dem Spiel steht“, sagte Thomas Gravesen bei Viaplay.
Eriksen war am Wochenende bei einem Länderspiel Dänemarks gegen die Ukraine kollabiert – fast genau fünf Jahre nach seinem dramatischen Zusammenbruch bei der EM 2021. Der Spieler selbst hat mittlerweile Entwarnung gegeben. Es gehe ihm gut, ließ er wissen.
Eriksen? „Fußball ist nebensächlich“
Der 50-jährige Gravesen, der auch für den Hamburger SV spielte, verweist in seiner Rücktrittsforderung auch auf die familiäre Situation Eriksens.
„Ich habe gesehen, wie seine Frau wieder auf den Platz gestürmt ist. In welche Lage bringt er sie damit?“, fragte Gravesen. Eriksens Frau hatte beide Zusammenbrüche ihres Mannes im Stadion mitverfolgt.
„Man muss über den eigenen Tellerrand hinausschauen. Fußball ist völlig nebensächlich, wenn so etwas passiert“, schloss Gravesen, der auch den dänischen Fußballverband in die Pflicht nahm. Dieser solle Eriksen im Zweifel zu einem Rücktritt bewegen.
Das sagt Eriksen selbst über seinen Zustand
In seinem Statement nach der Entlassung aus dem Krankenhaus war der 34 Jahre alte Eriksen nicht auf seine sportliche Zukunft eingegangen.
Der „Schock“ habe große Auswirkungen auf ihn und seine Familie gehabt, „aber ich möchte allen versichern, dass dies eine andere Situation war als das, was 2021 passiert ist. Mir geht es gut, und meine Genesung hat bereits begonnen.“
Vor fünf Jahren hatte der Mittelfeldspieler, der beim VfL noch bis 2027 unter Vertrag steht, einen Herzstillstand auf dem Platz erlitten. Er musste wiederbelebt werden, die Ärzte setzten ihm später einen Defibrillator ein. Für die WM hatte sich sein Team nicht qualifiziert.