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Neuer Italien-Trainer offiziell - auch Maldini-Nachfolger gefunden

Fix! Neuer Italien-Trainer gefunden

Italien legt sich bei der Suche nach einem neuen Nationaltrainer auf einen alten Bekannten fest. Von vielen Fans wird dieser aber schon im Vorfeld abgelehnt.
Italiens Nationaltrainer Roberto Mancini legt sein Amt nieder. Was zunächst als Gerücht in den italienischen Medien kursierte, bestätigte der italienische Fußballverband am Sonntagmittag.
Italien legt sich bei der Suche nach einem neuen Nationaltrainer auf einen alten Bekannten fest. Von vielen Fans wird dieser aber schon im Vorfeld abgelehnt.

Roberto Mancini wird erneut Trainer der italienischen Nationalmannschaft. Wie der Verbandspräsident Giovanni Malagò erklärte, wird der 61-Jährige den vakanten Posten zum zweiten Mal in seiner Karriere übernehmen.

„Ich war der Meinung, dass Roberto Mancini der beste Kandidat für den Trainerposten war“, sagte Malagò auf einer Pressekonferenz am Dienstag: „Ich habe eine sehr gute Beziehung zu ihm.“

Bis vor wenigen Tagen galt noch der Ex-Profi Andrea Pirlo als klarer Favorit auf den Job. Wegen dessen Verbindung zu einem russischen Wettanbieter platzte der Deal auf der Zielgeraden aber noch – auch das bestätigte der Verbandsboss.

Mancini in Italien kein unbeschriebenes Blatt

Mancini hatte Italien 2021 zum Gewinn der Europameisterschaft geführt, dem bisher letzten Titel der stolzen Fußballnation.

Zwei Jahre später verabschiedete er sich aber überhastet und auf recht unrühmliche Weise. Erst warf er bei seinem kriselnden Team hin, dann wechselte er wenige Tage später nach Saudi-Arabien, wo ihm als Nationaltrainer ein angebliches Jahresgehalt von rund 25 Millionen Euro winkte.

Vergessen ist das offenbar noch nicht, wie unter anderem die Gazzetta dello Sport in den Raum stellte: „Mancini und der 25-Millionen-Flug nach Arabien: Ist er trotz seiner Unhöflichkeit gegenüber der Nationalmannschaft der richtige Mann?“ In einer Abstimmung unter Zehntausenden Lesern verneinten fast 85 Prozent diese Frage.

Bis vor rund einem Monat war Mancini, der sich in Saudi-Arabien nur gut ein Jahr lang hielt, Trainer von Al-Sadd in Katar.

Chiellini will Maldini nicht beerben – Ranieri machts

Nicht nur Mancinis Ernennung zum Nationaltrainer ist nun ausgemachte Sache. Claudio Ranieri wird laut Malagò neuer Technischer Direktor.

In Folge des Scheiterns ihres Bemühens um Pirlo waren der erst vor gut zwei Wochen verpflichteten Direktor Paolo Maldini und dessen Berater Leonardo zurückgetreten.

Der frühere Nationalspieler Giorgio Chiellini war zunächst als neuer Sportdirektor gehandelt worden, doch der Ex-Europameister zeigt kein Interesse. „Ich möchte klarstellen, dass ich mit meiner Rolle bei Juventus glücklich bin und Giovanni Carnevali in seiner Funktion unterstützen möchte“, sagte der frühere Nationalspieler.

Begleitet wurde die Trainersuche von einem öffentlichen Schlagabtausch zwischen Sportminister Andrea Abodi und Malagò. Abodi bescheinigte dem Verbandschef, dieser gebe eine „unschöne Figur“ ab. Malagò konterte, nicht jeder könne über Fehler anderer urteilen.

mit Sport-Informations-Dienst