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Florian Wirtz ein Selbstdarsteller? "Er macht ständig solche Spielchen!"

„Selbstdarsteller“: Kritik an Wirtz

Der ehemalige Premier-League-Stürmer Tony Cascarino nimmt sich Liverpools Florian Wirtz mit harten Worten vor. Über die Spielweise des DFB-Stars ist der irische Ex-Nationalspieler regelrecht erbost.
Nach dem Länderspiel gegen die Schweiz äußert sich Florian Wirtz zu den Chancen der deutschen Nationalmannschaft bei der kommenden Weltmeisterschaft. Der Offensivspieler gibt eine Einschätzung zur Stärke des Teams und blickt auf die WM-Perspektive der DFB-Elf.
Der ehemalige Premier-League-Stürmer Tony Cascarino nimmt sich Liverpools Florian Wirtz mit harten Worten vor. Über die Spielweise des DFB-Stars ist der irische Ex-Nationalspieler regelrecht erbost.

Florian Wirtz und der FC Liverpool: Das ist eine Liaison, von der noch immer nicht jeder Experte überzeugt ist. Nach der 0:4-Pokal-Klatsche des FC Liverpool gegen Manchester City im FA-Cup-Viertelfinale hat sich zum wiederholten Mal ein englischsprachiger Ex-Nationalspieler mit scharfer Kritik an dem DFB-Star zu Wort gemeldet.

Der frühere irische Stürmer Tony Cascarino (89 A-Länderspiele, aktiv unter anderem beim FC Chelsea und Olympique Marseille) zeigt sich in einem Gespräch mit dem Portal talkSPORT regelrecht erbost über Wirtz‘ Spielweise – und kanzelt ihn als „Selbstdarsteller“ ab.

Wirtz? „Er ist ein Selbstdarsteller“

„Ich habe Wirtz’ kleine Kabinettstücke satt. Er macht ständig solche Spielchen!“, sagt Cascarino und zieht einen nur auf den ersten Blick schmeichelhaften Vergleich mit den Harlem Globetrotters – dem weltberühmten Show-Basketballteam aus den USA.

„Erinnert ihr euch an die Harlem Globetrotters? Das war eine Truppe, die sich selbst dargestellt hat. Wenn ich mir einige Liverpool-Spieler so anschaue, finde ich, dass Wirtz am ehesten einer ist, der sich mit seinen Fertigkeiten während des Spiels selbst darstellt“, meinte Cascarino. „Er ist ein Selbstdarsteller. So sehe ich ihn“, wird der ehemalige Stürmer deutlich.

Cascarino betont dabei, dass er Wirtz nicht prinzipiell das Potenzial abspreche: Er sei „ein enorm talentierter Junge“, dies habe er auch bei Bayer Leverkusen unter Beweis gestellt: „Ich habe ihn beobachtet – und er war dort kein Selbstdarsteller. Er hat seine Dinge dort zwar hin und wieder gemacht, aber er hatte auch einen enormen Einfluss auf die Spielweise der Mannschaft.“

In Liverpool sei dies nur anders: „Wenn ich mir die Zahlen anschaue, was er tatsächlich für die Mannschaft leistet und wie viele Tore er schießt, ist das wirklich wenig.“

Kein Faktor beim 0:4 gegen Manchester City

In insgesamt 41 Pflichtspielen hat Wirtz für seinen neuen Verein in dieser Spielzeit bislang sechs Treffer erzielt und neun Torvorlagen gegeben. Nachdem sich der DFB-Star anfangs lange schwer tat und mehrere Monate ohne Treffer blieb, kam er zuletzt besser in Schwung.

Beim wilden 4:3-Erfolg gegen die Schweiz traf der 22-Jährige zweimal traumhaft und gab zwei Assists.

Beim Pokal-Aus gegen die Citizens wollte dem Deutschen nun jedoch kaum etwas gelingen – weshalb die Diskussionen um die Qualitäten des 150 Millionen Euro teuren Rekordtransfers umgehend wieder losgehen.