Der Präsidentschaftswahlkampf beim FC Barcelona ist voll im Gange und treibt mitunter seltsame Blüten. Einer der Kandidaten, Xavier Vilajoana, machte nun eine spektakuläre Ankündigung: Bei seinem Wahlsieg würde er gerne Bayerns Stürmerstar Harry Kane nach Katalonien lotsen.
Wilder Barca-Wahlkampf: Kane im Blickpunkt
Wilder Wahlkampf: Kane im Fokus
„Wir haben Kontakt zu Kanes Umfeld aufgenommen“, sagte Vilajoana am Freitag bei einer Wahlveranstaltung. „Wir müssen umsichtig und professionell vorgehen. Wir prüfen verschiedene Profile und Kane hat eines davon. Er ist ein Torjäger, ein Teamplayer und ein ‚Killer‘ auf engem Raum, den Barca braucht.“
Schon am Donnerstag hatte Vilajoana auf X mit einer Fotomontage, die Kane im Trikot der Katalanen zeigt, für Aufsehen gesorgt, aber gleichzeitig auch die Bedeutung der Talentschmiede „La Masia“ hervorgehoben.
Kane als Nachfolger von Lewandowski?
„Die Förderung unserer Spieler aus La Masia hat für mich oberste Priorität, aber wir müssen auch weiterhin in der Lage sein, Elite-Stars anzuziehen“, schrieb der 53 Jahre alte Präsidentschaftskandidat. „Wir können das schaffen. Indem wir das finanzielle Chaos beenden und zur 1:1-Regel zurückkehren.“
Fakt ist: Robert Lewandowskis Vertrag bei Barca läuft im Sommer aus, die Zukunft des früheren Bayern-Stars, der bereits 37 Jahre alt ist, ist ungewiss. Viel spricht jedoch dafür, dass sich Barcelona nach einem neuen Torjäger umschauen wird.
„Zuerst schauen wir uns zu Hause um“, erklärte Vilajoana. „Wenn wir dort nicht finden, was wir brauchen, schauen wir uns außerhalb um. Jeder Neuzugang muss der Beste für die Position sein und von mehreren Personen abgesegnet werden. Es reicht nicht, nur um der Neuverpflichtung willen zu verpflichten.“
Barca-Präsidentschaftswahl: Laporta gilt erneut als Favorit
Bei den Katalanen wird am 15. März ein neuer Präsident gewählt. Der bisherige Amtsinhaber Joan Laporta gilt als großer Favorit, als aussichtsreichster Gegenkandidat Victor Font. Zudem stehen Marc Ciria und Vilajoana, ehemaliges Vorstandsmitglied unter Laportas Vorgänger Josep Maria Bartomeu, zur Wahl.
Laporta war vor wenigen Tagen von seinem Amt zurückgetreten, um erneut kandidieren zu können. Laut Barcelonas Statuten dürfen Personen, die den Klub aktiv führen, nicht kandidieren, weshalb Laporta sein Amt niederlegen musste.
Vilajoana werden unterdessen nur geringe Chancen eingeräumt, auch ein Transfer von Kane, der in München noch bis 2027 unter Vertrag steht und verlängern soll, scheint kaum realistisch.
Die Ausstiegsklausel des Engländers für den kommenden Sommer ist bereits ausgelaufen, wie Ehrenpräsident Uli Hoeneß jüngst bei der Bild erklärte.