Real Madrid steckt im Schlamassel fest: Das 0:1 am Montagabend gegen Getafe bedeutete die zweite Liga-Niederlage in Folge - zum ersten Mal seit Mai 2019!
Presse zerreißt Real Madrid! "Der weiße K.o."
„Der weiße K.o.“
Die Vorstädter konnten gar zum ersten Mal seit 2008 einen Sieg im Bernabéu feiern, die Königlichen haben derweil schon vier Punkte Rückstand auf den FC Barcelona. Und: Sie werden von der heimischen Presse angezweifelt, kritisiert, teils gar verlacht. SPORT1 gibt einen Überblick.
Real Madrid? „Die nächste Lächerlichkeit“
Marca: „Das nächste Desaster im Bernabéu! Eine beispiellose Niederlage, Real Madrid gibt die Liga gegen Getafe aus der Hand. Historischer und verdienter Sieg der Azulones gegen einen Gegner ohne Ordnung und Intensität. Real Madrid hat eine ganze Reihe von Chancen auf den Gewinn der Liga auf die schlimmste Weise verspielt. Es scheiterte gegen Getafe und zeigte dabei einen alarmierenden Mangel an Spielkultur.“
Sport: „Die nächste Lächerlichkeit. Madrid steckt in der Krise und das Bernabéu explodiert. Die Niederlage gegen Getafe versetzt die Mannschaft zurück in die Welt der Albträume und konfrontiert sie erneut mit einer Fanbasis, deren Unzufriedenheit nicht mehr zu übersehen ist. Vom Präsidenten bis zu den Spielern bleibt niemand verschont. Die Madridistas haben genug von Demütigungen und schweigen nicht mehr. Die Fans der Königlichen haben in den letzten anderthalb Spielzeiten eine Durststrecke ohne Titel, gutes Spiel und Verbindung zu den Spielern erlebt. Es spielt keine Rolle, wer der Trainer ist: Carlo Ancelotti, Xabi Alonso, Álvaro Arbeloa... Wenn keiner den richtigen Ton trifft, richten sich die Blicke auf andere Verantwortliche. Was gegen Getafe im Santiago Bernabéu passiert ist, ist ein weiterer Rückschlag für ein Projekt, das sich in einer offensichtlichen Krise befindet.“
„Dieses Madrid ist zu nichts mehr fähig“
Mundo Deportivo: „Der weiße K.o.! Real Madrid stolpert in der Meisterschaft und verabschiedete sich am ersten Montag im März vom LaLiga-Titel. Die Königlichen liegen nun vier Punkte hinter Barcelona. Es ist zwar noch viel Zeit bis zum Ende der Meisterschaft, aber wenn man sich die Blaugranas und die Königlichen ansieht, ist es ebenso unrealistisch zu glauben, dass Real Madrid LaLiga gewinnen kann, wie zu glauben, dass man im Lotto gewinnt.“
AS: „Dieses Madrid ist zu nichts mehr fähig. Das Ende des Arbeloa-Effekts! Dieses Strohhalms, an den sich Madrid vorzeitig klammern wollte. Was als Lösung für die zweifelhafte Saison von Real Madrid erschien, hat seine Fähigkeit verloren, eine Veränderung der Dynamik und der Ergebnisse zu bewirken. Im Bernabéu hat sich Unsicherheit breitgemacht. Und: Im Duell Vinícius gegen den Rest der Welt gewann der Rest der Welt, Madrid liegt nun vier Punkte hinter Barca, mit dem Gefühl, dass alle Chancen in der Meisterschaft bereits vertan sind. Und mit dem Verdacht, dass Arbeloa dieser Aufgabe vielleicht nicht gewachsen ist.“
La Vanguardia: „Wenn Real Madrid jemals den Kopf aus der Krise gestreckt hat, in der es sich seit dem Verlust der Tabellenführung in der Liga befindet, dann ist es heute Abend wieder in sein Loch zurückgekehrt und hat die Tür hinter sich verschlossen. Die Mannschaft von José Bordalás aus Getafe hat in einer oscarreifen Darbietung die fußballerische Sinnlosigkeit der Königlichen offenbart, die spielerisch schwach und unbeständig sind und sich mehr auf das Knie von Mbappé und das Duell mit Manchester City in der Champions League konzentrieren, weil sie aufgrund ihrer Vergangenheit davon überzeugt sind, als dass sie aufgrund ihrer aktuellen Situation reale Chancen hätten.“