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Morddrohungen: La Liga verurteilt Fan-Übergriffe in Sevilla

La Liga verurteilt Fan-Übergriffe

Nach der Pleite des FC Sevilla kommt es zu Beleidigungen und Morddrohungen gegen Spieler - nun schaltet sich die Liga ein.
Die spanische Liga verurteilt Drohungen gegen Spieler
Die spanische Liga verurteilt Drohungen gegen Spieler
© picture-alliance/DPPI/SID/Matthieu Mirville
Nach der Pleite des FC Sevilla kommt es zu Beleidigungen und Morddrohungen gegen Spieler - nun schaltet sich die Liga ein.

Die spanische Fußball-Liga hat das Verhalten der Fans des FC Sevilla rund um die Niederlage des Klubs am vergangenen Sonntag harsch kritisiert und Maßnahmen angekündigt.

Man verurteile „aufs Schärfste Beleidigungen, Drohungen und Einschüchterungsversuche, die sich gegen Spieler, Trainer, Führungskräfte und Mitarbeiter der Profivereine richten“, hieß es in einem am Montag veröffentlichten Statement.

Sevilla kämpft derzeit als Tabellen-17. um den Klassenerhalt, Anhänger des andalusischen Vereins hatten nach dem 0:1 beim Schlusslicht Real Oviedo ihrem Frust am Wochenende freien Lauf gelassen. Die Fans, die von Polizisten eingekesselt wurden, um Ausschreitungen zu verhindern, beschimpften ihre Spieler heftig, es gab auch Morddrohungen.

Krise in Sevilla: „Grenzen legitimer Kritik überschritten“

Laut Liga sei es „besorgniserregend zu beobachten, wie bestimmte Verhaltensweisen in unzumutbarer Weise die Grenzen legitimer Kritik und sportlicher Proteste überschreiten“. So hätten „Drohungen, schwere Beleidigungen, Todeswünsche, persönliche Angriffe und jede Form von Belästigung oder Einschüchterung“ weder im Sport noch in einer demokratischen Gesellschaft Platz.

Solche Ereignisse würden „ein entschlossenes Vorgehen“ erfordern, hieß es in dem Statement. Die „schwerwiegenden Vorfälle“ rund um die Niederlage von Sevilla sowie weitere Vorkommnisse, von denen man Kenntnis erlangt habe, werde die Liga anzeigen.

Man werde „die entsprechenden rechtlichen Schritte bei den zuständigen Gerichten einleiten und mit den Behörden sowie den Sicherheitskräften zusammenarbeiten, um die Verantwortlichen zu identifizieren“.

Bereits im vergangenen Jahr war es in Sevilla zu einem ähnlichen Zwischenfall gekommen. Wütende Fans hatten dabei versucht, gewaltsam in das Trainingszentrum des Vereins einzudringen.