Der Triumph hallt nach. Zwei Tage nach dem 2:1 des FC Bayern bei Real Madrid im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League ist die Euphorie in München greifbar. Es war der erste Sieg der Münchner im Santiago Bernabéu seit 25 Jahren – ein Statement auf der größten Bühne.
FC Bayern: Eberl-Aussage sorgt in Spanien für Aufsehen
Eberl sorgt in Spanien für Aufsehen
Sportvorstand Max Eberl nutzte die Pressekonferenz vor dem Bundesliga-Gastspiel beim FC St. Pauli (Sa. ab 18:30 Uhr im LIVETICKER), um Bilanz zu ziehen. Neben Cheftrainer Vincent Kompany stellte er sich auch den Fragen zur hitzigen Schlussphase in Madrid. Im Fokus: eine Szene in der Nachspielzeit.
Michael Olise ging nach einem Schubser von Reals Linksverteidiger Álvaro Carreras im Strafraum zu Boden, doch Schiedsrichter Michael Oliver ließ weiterspielen. „Es sind jetzt zwei Tage vergangen. Wir haben im Bernabéu gewonnen, das reicht mir“, sagte Eberl. Und schob hinterher: „Ja, man kann ihn geben.“ Dennoch stellte er klar: „Insgesamt hat der Schiedsrichter eine sehr, sehr gute Leistung gezeigt.“
Spanische Zeitung reagiert auf Eberl
Die spanische Marca griff Eberls Aussagen umgehend auf. „Auffällig ist jedoch der ‚Punkt‘, den er gemacht hat, als er nach dem möglichen Elfmeter von Álvaro Carreras gegen Michael Olise gefragt wurde, während das Spiel kurz vor dem Ende stand“, schrieb die Zeitung.
Tatsächlich hatte der englische Referee die intensive Partie mit vielen Zweikämpfen meist souverän im Griff. Bayern dominierte weite Strecken, führte durch Luis Díaz (41.) und Harry Kane (46.), ehe Kylian Mbappé für die Königlichen verkürzte (74.).
Eberl mit Lobeshymne auf Bayern-Coach Kompany
Abseits der Diskussion nutzte Eberl den Auftritt auch für eine persönliche Note. Kompany feierte seinen 40. Geburtstag – und erhielt öffentlich Rückendeckung.
„Eine Mannschaft zu führen und einen Klub mit dieser Kombination an Qualitäten mit nur 40 Jahren zu repräsentieren, ist außergewöhnlich“, betonte Eberl. Man habe bei der Verpflichtung bewusst auf dessen Entwicklung als Trainer geschaut.
„Wir haben analysiert, wie ‚Vinnie‘ den Stil seiner Teams prägt und wollten das auf unseren Kader “, so Eberl weiter: „Die Art, wie er Training und Persönlichkeit verbindet, ist außergewöhnlich. Er ist immer freundlich, offen, zugänglich – und weiß genau, was er auf dem Platz will.“