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Brisante Entscheidung von Real Madrid

Brisante Entscheidung von Real Madrid

Real Madrid zieht gegen ein neues Präventions-Protokoll der spanischen Liga vor Gericht - und steht damit alleine da.
Real Madrid geht offenbar rechtlich gegen ein Konzept von LaLiga vor
Real Madrid geht offenbar rechtlich gegen ein Konzept von LaLiga vor
© IMAGO/Alterphotos
Real Madrid zieht gegen ein neues Präventions-Protokoll der spanischen Liga vor Gericht - und steht damit alleine da.

Der spanische Profifußball ringt um ein zentrales Thema – und Real Madrid geht auf Konfrontationskurs. Am 26. März stellte LaLiga im Estadio Metropolitano ein neues Protokoll zur Prävention und Intervention bei Diskriminierung, Gewalt und Missbrauch vor.

Liga-Präsident Javier Tebas sprach von einem weiteren Schritt „für sichere, inklusive und gewaltfreie Stadien“. Innenminister Fernando Grande-Marlaska unterstützte die Initiative ausdrücklich, ebenso Vertreter der Sicherheitsbehörden.

Kern des Maßnahmenpakets sind unter anderem feste Anlaufstellen und mobile Ansprechpartner – sogenannte Puntos Violeta – sowie speziell geschultes Personal in allen Arenen ab der Saison 2026/27. Das Konzept beruft sich explizit auf Vorgaben des spanischen Sportgesetzes, das sichere und respektvolle Umfelder im Sport verbindlich vorschreibt.

Real Madrid pocht auf Freiwilligkeit

Doch Real Madrid geht nach spanischen Medienberichten juristisch gegen den Beschluss der Delegiertenkommission vom 20. Februar vor und beantragt die Nichtigkeit des Protokolls. Zudem stellten die Königlichen einen Eilantrag „inaudita parte“ – also ohne vorherige Anhörung der Gegenseite. Dieser wurde vom zuständigen Gericht abgelehnt, LaLiga soll zunächst gehört werden.

Nach spanischen Medienangaben argumentiert der Klub um Präsident Florentino Pérez, das Regelwerk müsse den Vereinen zur freiwilligen Unterzeichnung vorgelegt werden. LaLiga habe daraus jedoch ein verpflichtendes System gemacht.

In der Klageschrift verweist Real, dessen Superstar Vinícius Júnior in der Vergangenheit immer wieder rassistisch beleidigt wurde, auf ein eigenes, bereits existierendes internes Protokoll.

Verwunderung in La Liga

In der Liga sorgt der Vorstoß für Verwunderung. Das Anti-Diskriminierungs-Konzept gilt als europaweit neuartig und soll als Blaupause für andere Wettbewerbe dienen.

Während Politik, Sicherheitsbehörden und nahezu alle Klubs hinter dem Projekt stehen, wählt Madrid den Rechtsweg – in einer Frage, die den Schutz von Fans und Stadionpersonal ins Zentrum rückt.

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