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Später Nackenschlag für Real Madrid

Doppelter Nackenschlag für Real

Real Madrid verspielt gegen Betis Sevilla wohl endgültig die Meisterschaft. Barcelona kann am Samstag auf elf Punkte davonziehen.
Kylian Mbappé sorgte mit einem Like unter einem Instagram-Post, der José Mourinho als neuen Real-Trainer forderte, für Aufsehen. Álvaro Arbeloa reagiert humorvoll auf die Gerüchte um seinen Job.
Real Madrid verspielt gegen Betis Sevilla wohl endgültig die Meisterschaft. Barcelona kann am Samstag auf elf Punkte davonziehen.

Real Madrid hat seine Resthoffnungen auf die Meisterschaft in Spaniens La Liga wohl endgültig verspielt. In einer schwierigen Auswärtspartie beim Tabellenfünften Betis Sevilla kassierte das Team von Trainer Álvaro Arbeloa kurz vor dem Abpfiff den Gegentreffer zum 1:1 (0:1)-Endstand und kassierte damit den nächsten schweren Rückschlag.

Vinícius Júnior brachte Real in Führung (17.), doch Héctor Bellerín traf tief in der Nachspielzeit doch noch zum Ausgleich (90.+4). Im Vorfeld hatte Nationalverteidiger Antonio Rüdiger, der in die Startelf rotiert war, nicht entscheidend klären können.

Geht es nach den Madrilenen, war allerdings nicht der verunglückte Klärungsversuch des Deutschen für den Gegentreffer verantwortlich. Die Königlichen hatten ein Foul an Verteidiger Ferland Mendy ausgemacht. Dieser hatte den Ball im Strafraum nach einem leichten Zupfer an den Brasilianer Antony verloren.

Arbeloa ätzt gegen Schiedsrichter

„Für mich ist es sehr klar“, schimpfte Reals Trainer Àlvaro Arbeloa, der sich schon nach dem Champions-League-Aus seiner Mannschaft gegen den FC Bayern bitterlich über den Schiedsrichter beschwert hatte.

„In solchen Situationen, in denen man den Körper einsetzt, reicht schon wenig, um selbst ein wenig aus dem Gleichgewicht zu kommen. Aber dafür muss man sich ein wenig mit Fußball auskennen“, ätzte Arbeloa in Richtung der Unparteiischen: „Und wir haben ein Problem, weil diejenigen, die entscheiden, davon keine Ahnung haben.“

Außerdem beschwerte sich Real über einen nicht gegebenen Handelfmeter: „Ein ganz klarer Elfmeter, mit offener Hand, nach einem Schuss von Brahim. Da gibt es nicht viel mehr zu sagen, es ist ganz eindeutig“, befand Arbeloa.

Zu allem Überfluss deutete Offensivstar Kylian Mbappé in der Schlussphase auch noch Probleme an und bat um seine Auswechslung (81.). Nachdem er das Feld verlassen hatte, verschwand er in der Kabine.

Mbappé verletzt, Presse gnadenlos

„Mbappé hatte leichte Beschwerden, wir werden sehen wie es sich in den nächsten Tagen entwickelt“, sagte Arbeloa hinterher auf der Pressekonferenz.

Die spanische Presse reagierte scharf auf den neuerlichen sportlichen Rückschlag: „Arbeloa war keine Lösung“, titelte die As. Die Marca befand: „Eine harte und verdiente Bestrafung“.

Immerhin einen Lichtblick machte die Zeitung aber aus, Torhüter Andrij Lunin habe einen guten Abend erwischt. Die Paraden, die er zeigte, seinen deutlich anspruchsvoller gewesen als die aus dem folgenschweren Spiel in München. „Wäre das im Spiel gegen Bayern passiert … würde man die Situation jetzt ganz anders bewerten. Aber so ist das im Fußball und im Leben.“

Zieht der FC Barcelona davon?

Der Rückstand auf Tabellenführer FC Barcelona beträgt vorerst acht Punkte, der Erzrivale um den deutschen Trainer Hansi Flick kann mit einem Sieg am Samstag (16.15 Uhr im LIVETICKER) gegen den FC Getafe auf elf Zähler davonziehen. Fünf Spieltage und damit 15 Punkte stehen anschließend noch aus.

Im Estadio Olímpico de la Cartuja war es das Duell der Verlierer ihrer europäischen Viertelfinal-Duelle. Real war vor über einer Woche in der Champions League an Bayern München gescheitert, während Betis in der Europa League gegen Sporting Braga den Kürzeren zog.

Nach rund einer Viertelstunde profitierte Real von einem Torwartfehler, den Distanzschuss von Real-Kapitän Federico Valverde ließ Alvaro Valles abprallen, sodass Vinícius nur noch einschieben musste. Doch das reichte nicht, Real kassierte auch im zehnten Ligaspiel in Serie noch einen Gegentreffer.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)

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