Mit Machtdemonstration und einer historischen Demütigung für den Erzrivalen zur Meisterschaft! Der FC Barcelona mit Coach Hansi Flick ist zum 29. Mal spanischer Meister und holte den Titel ausgerechnet mit einem 2:0-Sieg gegen Real Madrid am 35. von 38 Spieltagen.
Eine solche Demütigung hat Real Madrid noch nie erlebt
Barca demütigt Real historisch
Es war das erste Mal in der Geschichte, dass Barca das Titelrennen in einem Clásico für sich entschied – und laut spanischen Medienberichten das zweite Mal überhaupt, dass die Würfel im großen Duell der beiden Top-Teams fielen. Zuletzt passierte es 1932, damals zu Gunsten von Real.
FC Barcelona mit historischer Titelkür im Clásico
94 Jahre danach machte Barca von der ersten Minute an deutlich, dass sie den Titel in La Liga gegen den Erzrivalen klarmachen wollen. Marcus Rashford zirkelte bereits in der neunten Minute einen Freistoß sehenswert in den linken Winkel. Weitere neun Minuten später traf Ferran Torres zur frühen Vorentscheidung.
Anschließend wurde das Duell mit den Königlichen für Barca zum Schaulaufen. Immer wieder ließen die Katalanen den Ball lässig durch die eigenen Reihen laufen. Das begeisterte Publikum im Camp Nou feierte jeden Pass mit einem lautstarken „Olé“.
„Es ist fantastisch, dass wir den Titel hier im heimischen Stadion und im Clásico gegen Real Madrid gewinnen konnten“, freute sich Cheftrainer Hansi Flick nach dem Spiel: „Es war nicht einfach. Real ist ein fantastisches Team. Wir haben heute sehr gut gespielt und die Tore in den richtigen Momenten geschossen.“
Flick musste vor dem Spiel einen harten Schicksalsschlag verkraften. Sein Vater war in der Nacht auf Sonntag verstorben. „Es war ein harter Tag für mich mit dem Tod meines Vaters, aber meine Spieler sind wirklich fantastisch“, sagte ein sichtlich bewegter Flick: „Ich liebe es hier. Wir sind wie eine Familie. Sie haben heute alles gegeben, auch für mich, und da bin ich sehr stolz drauf. Auch unsere Fans sind toll. Schön, dass wir ihnen den Titel schenken konnten.“
Spanische Presse kritisiert Real scharf
Durch den Erfolg liegt Barca drei Spieltage vor dem Saisonende jetzt 14 Punkte vor dem Erzrivalen. Um die Meisterfeier zu verhindern, hätte Real Madrid in Barcelona gewinnen müssen. Doch davon waren die Königlichen weit entfernt.
Speziell der große Abstand zum Erzrivalen führte in der spanischen Presse zu harter Kritik an den Königlichen. „Real verliert die Meisterschaft mit einem fast peinlichen Punktunterschied und ist auch noch Zeuge bei der Barca-Party. Es war das erste Mal, dass das Turnier mathematisch im direkten Duell entschieden wurde“, schrieb die As.
„Ein Team voller Champions und ein weiteres in Trümmern“, titelte die Marca: „Barca feierte die Meisterschaft, indem sie Real Madrid in einem Clásico für die Geschichte deklassierten.“
La Liga: Sorgt Real-Blamage für noch mehr Unruhe?
Von der Mannschaft um Nationalspieler Antonio Rüdiger kam wenig Gegenwehr. Nur weil Barca früh in den Verwaltungsmodus schaltete, blieb eine komplette Blamage aus.
Die Königlichen bleiben damit auch in der zweiten Saison nacheinander ohne einen Titelgewinn. Für zusätzliche Unruhe wird die Demütigung in Madrid sicher sorgen. Unter der Woche hatten Federico Valverde und Aurélien Tchouaméni für einen Eklat gesorgt, den beide Stars teuer bezahlten.
Real-Coach Álvaro Arbeloa, Nachfolger des während der Saison entlassenen Hoffnungsträgers Xabi Alonso, gilt als hochgefährdet. Zuletzt wurden die Spekulationen über eine Rückkehr des „Special One“ José Mourinho lauter.