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Der stille Abschied bei Real Madrid

Der stille Abschied bei Real Madrid

Im Bernabeu steigt der große Abschiedsabend - doch Dani Ceballos droht trotz Vertrag bis 2027 sang- und klanglos zu verschwinden.
Real-Trainer Álvaro Arbeloa blickt auf seinen Abschied bei den Königlichen. Der Spanier erklärt, dass er unter Nachfolger José Mourinho nicht Teil des Trainerstabs werden wird.
Im Bernabeu steigt der große Abschiedsabend - doch Dani Ceballos droht trotz Vertrag bis 2027 sang- und klanglos zu verschwinden.

Im Santiago Bernabéu ist am Samstagabend Abschiedsstimmung angesagt: Dani Carvajal soll gefeiert werden, auch David Alaba steht im Fokus. Doch während zwei Namen für große Emotionen sorgen, erscheint der Abgang von Dani Ceballos wie ein Randthema.

Diesbezüglich titelte die Marca: „Der traurigste Abschied.“ Denn Ceballos droht gegen Athletic Bilbao, dem Gegner zum Saisonabschluss (21 Uhr im LIVETICKER), ein Abgang ohne Bühne.

Dabei besitzt Ceballos noch einen Vertrag bis Juni 2027 – dennoch gilt eine Trennung im Sommer als praktisch sicher. Der Andalusier lieferte auch selbst einen Hinweis, als er am Freitagabend bei Instagram vom „letzten Training“ schrieb.

Nach seiner Wadenverletzung, die er Anfang April überstanden hatte, ist Ceballos nicht mehr in den Kader zurückgekehrt. Der kolportierte Auslöser: ein eskalierter Konflikt mit Trainer Alvaro Arbeloa, der die Personalie intern zum Pulverfass gemacht haben soll.

Ceballos bei Real vor dem Aus

Die Ironie der Geschichte: Vor drei Saisons war Bilbao noch der Gegner, bei dem das Bernabéu forderte, Ceballos zu halten. Als er rund um die Stundenmarke ausgewechselt wurde, hallte es von den Rängen: „Dani, bleib!“ Am 23. Juni 2023 folgte die Verlängerung – ein Vertrag, der nun offenbar vorzeitig enden soll.

Im vergangenen Sommer stand Ceballos laut spanischen Medien kurz vor einem Wechsel zu Olympique Marseille, entschied sich dann aber, zu bleiben. Unter Ex-Trainer Xabi Alonso spielte er noch bis November eine Rolle, danach verschwand er von der Bildfläche – unter Arbeloa folgte die Degradierung.

Arbeloa wich Nachfragen zu einem angeblichen Zwist mit Ceballos stets aus und sagte nur: „Was in der Kabine von Real Madrid passiert, bleibt in der Kabine.“

Rückkehr zum Jugendverein?

Laut der Marca pocht Real auf eine Lösung im Sommer: Die Königlichen wollen den 29-Jährigen demnach zwar nicht ablösefrei abgeben, sollen aber wissen, dass es keinen Sinn hat, die Situation zu erzwingen.

Derweil hofft Betis Sevilla angeblich auf die Rückkehr des Eigengewächses, das 2017 zu Real gewechselt war.