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Eskalation bei Real: Mbappé und Rüdiger sorgen für Stimmungstief

Real Madrid im Stimmungstief

Bei Real Madrid brodelt es offenbar weiterhin gewaltig. Vor allem um Topstar Kylian Mbappé wird die Stimmung zunehmend schlechter. Zahlreiche Real-Fans fordern den Verkauf des Franzosen. Auch um Antonio Rüdiger gibt es erneut Ärger.
Kylian Mbappé sorgte mit einem Like unter einem Instagram-Post, der José Mourinho als neuen Real-Trainer forderte, für Aufsehen. Álvaro Arbeloa reagiert humorvoll auf die Gerüchte um seinen Job.
Bei Real Madrid brodelt es offenbar weiterhin gewaltig. Vor allem um Topstar Kylian Mbappé wird die Stimmung zunehmend schlechter. Zahlreiche Real-Fans fordern den Verkauf des Franzosen. Auch um Antonio Rüdiger gibt es erneut Ärger.

Hinter den Kulissen von Real Madrid brodelt es offenbar weiterhin gewaltig. Nachdem sich zuletzt Medienberichte aus Spanien über die schlechte Stimmung im Team häuften, ist nun vor allem Superstar Kylian Mbappé in den Mittelpunkt der Streitigkeiten geraten.

Einem Bericht von The Athletic zufolge habe sich der Franzose Ende April mit einem Mitarbeiter des Trainerstabs angelegt und diesen beleidigt. Der Grund? Im Training soll er Mbappé aus einer Abseitsstellung zurückgepfiffen haben.

Rüdiger soll sich mit Teamkollege gestritten haben

Auch Nationalspieler Antonio Rüdiger soll, bereits im April, in einen Vorfall verwickelt gewesen sein. Wie The Athletic berichtet, sei der Abwehrspieler in der Umkleidekabine des Trainingsgeländes von Real in einen heftigen Streit mit einem anderen Spieler der ersten Mannschaft geraten.

In Spanien berichtete gar ein Journalist, dass Rüdiger einem Mitspieler eine Ohrfeige verpasst haben soll. Die Seite von Rüdiger widerspricht dieser Darstellung bei SPORT1.

Der Athletic berichtet derweil noch weiter, dass sich Rüdiger später für sein Verhalten entschuldigt und die gesamte Mannschaft und deren Familien kürzlich zum Essen eingeladen habe. Dennoch zeigen die Berichte zu den beiden Vorfälle um den Deutschen und Mbappé, dass die Stimmung bei den Königlichen in Anbetracht der wahrscheinlich zweiten titellosen Saison in Folge vor dem Clásico gegen Barcelona offenbar auf den absoluten Tiefpunkt zusteuert.

Neben den angeblichen Entgleisungen von Mbappé und Rüdiger trägt wohl auch das Verhältnis von Coach Álvaro Arbeloa und Mittelfeldspieler Dani Ceballos dazu bei, dass die Situation in Valdebebas eskaliert. Vor wenigen Tagen berichteten spanische Medien, dass Ceballos den Trainer darum gebeten habe, in der restlichen Saison nicht mehr mit ihm in Kontakt zu treten.

Real-Fans fordern Mbappé-Verkauf

Nun verlagert sich der Fokus aber vor allem auf Mbappé. Wie die Marca berichtet, soll sich der französische Ausnahmekönner zunehmend von der Mannschaft distanziert und zur anhaltenden Unruhe beigetragen haben. Der 27-Jährige habe sich demnach „isoliert“ und „einen Teil der Verbindung zum Team verloren“.

Die eigenen Fans hatte Mbappé zuletzt vor allem mit einer ungewöhnlichen Urlaubsreise nach Italien während seiner Verletzung verärgert. Real-Trainer Arbeloa nahm den Angreifer in Schutz: „Da macht jeder in seiner Freizeit, was er für richtig hält, da kann ich mich nicht einmischen.“

Die Anhänger der Königlichen zeigen sich indes weniger diplomatisch: Wie die Mundo Deportivo berichtet, starteten Fans aufgrund der jüngsten Kontroversen um Mbappé eine Petition, die fordert, den Star-Spieler möglichst bald zu verkaufen.

Die Kampagne „Mbappé raus“ hat bis Dienstagabend über 1,6 Millionen Unterschriften auf ihrer Website gesammelt, was zeigt, dass die Wut über Mbappés Verhalten weit verbreitet ist.

„Nicht die Realität“: Mbappé verteidigt sich

Das Management des Weltmeisters von 2018 reagierte derweil mit einem klaren Statement auf die Vorwürfe bezüglich der Urlaubsreise: „Ein Teil der Kritik beruht auf einer Überinterpretation von Elementen im Zusammenhang mit einer vom Verein streng überwachten Genesungsphase“, hieß es. Die aktuelle Lage spiegle „nicht die Realität von Kylians Engagement und seiner täglichen Arbeit für die Mannschaft wider“.

In der bisherigen Saison kommt der Franzose in der spanischen Liga auf 24 Tore in 28 Spielen und ist damit führender Torschütze. Auf seinen ersten großen Titel mit Real muss Mbappé aber auch in seinem zweiten Jahr warten.

Zu allem Überfluss könnte es am kommenden Sonntag für Real zur maximalen Demütigung kommen: Sollten die Königlichen im Clásico gegen Barca nicht gewinnen, würde man den Erzrivalen damit automatisch zum vorzeitigen Meister machen – was die Stimmung weiter trüben würde.

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