Toni Kroos ist nach der 0:2-Pleite von Real Madrid im Clásico gegen den FC Barcelona hart mit seinem Ex-Verein ins Gericht gegangen. Dass die Madrilenen zum zweiten Jahr in Folge ohne Titelgewinn dastehen und sich Erzrivale Barcelona mit dem Sieg vorzeitig zum Meister krönte, gibt dem ehemaligen Nationalspieler zu denken.
Toni Kroos hatte ein böse Vorahnung - sie bewahrheitete sich
Kroos‘ vernichtendes Real-Urteil
„Eine (titellose Saison; Anm. d. Red.) ist schon sehr schwer durchzuwinken. Zwei sind nicht akzeptabel. Punkt. Das ist das Selbstverständnis von Real. Das wissen auch alle“, stellte Kroos in seinem Podcast „Einfach mal Luppen“ klar.
Kroos-Kritik: „Ergebnis schlechter Stimmung“
Worauf Kroos den Misserfolg zurückführt? „Ein Ergebnis von einer langen schlechten Stimmung, außerhalb und innerhalb des Klubs. Auf allen Ebenen.“
Kroos beendete im Sommer 2024 bei den Königlichen seine aktive Karriere als Profifußballer. Die Spiele seines Ex-Klubs verfolgt er regelmäßig. Am Sonntag sei er jedoch „überhaupt nicht“ davon überzeugt gewesen, dass Real den Clásico gewinnt.
Durch die frühen Tore von Marcus Rashford (9.) und Ferran Torres (18.) waren die Hoffnungen schnell getrübt. Kroos, der sich während des Spiels Notizen für den Podcast mit seinem Bruder Felix machte, verriet: „So wenig hatte ich irgendwie noch nie aufgeschrieben. Ich hatte noch nie irgendwie so wenig Hoffnung. Ich war ehrlich gesagt auch froh, als er vorbei war.“
Kroos wird deutlich: „Reicht einfach nicht“
Zur zweiten Halbzeit, in der das Spiel so dahinplätscherte, hätte er kaum etwas notiert. „Einigermaßen ausgeglichen. Glückwunsch an Barcelona nicht vergessen“, sagte Kroos und begann dabei zu lachen.
Die Motivation wollte er seinen Ex-Kollegen jedoch nicht absprechen. „Vielleicht waren sie auch motiviert. Ich sage ja nicht, dass sie nicht motiviert waren. Aber es reicht halt einfach nicht. Es reicht nicht – auf vielen Ebenen“, wurde Kroos deutlich.
Vielleicht habe man das Ergebnis im Vorfeld auch schon ein Stück weit akzeptiert: „Real hat es geschafft, sich nicht abschießen zu lassen. Sie haben sich vernünftig präsentiert. Barcelona hatte genug mit dem 2:0. Und so war es ein Spiel, wo glaube ich alle in der 60. Minute unterschrieben hätten: ‚Komm, pfeif ab.'“