Cristiano Ronaldo stellt sich mit 41 Jahren erneut gegen das Verfallsdatum des Fußballs. Vor Portugals WM-Auftakt gegen die DR Kongo reagierte der Kapitän auf Fragen zu seinem Zustand gewohnt scharf: „Körperlich? Mir geht’s gut – hast du die Spiele nicht gesehen?“
WM 2026: Ronaldo weist Kritiker zurecht
Ronaldo weist Kritiker zurecht
Ronaldo kommt nicht als Nostalgie-Figur, sondern als Anführer einer Mannschaft, die sich im Kreis der Topteams sieht. Nach einer weiteren guten Spielzeit in Saudi-Arabien bei Al-Nassr bremst er dennoch die Erwartungshaltung: „Wir wissen nicht, ob wir Topfavoriten sind oder nicht. Das sieht man am Ende.“
In Gruppe K warten neben der DR Kongo auch Usbekistan und Kolumbien – Namen, die auf dem Papier lösbar wirken, aber keine Punkte verschenken werden. Ronaldos Plan klingt simpel, ist aber WM-Erfahrung pur: „Wichtig ist, das erste Spiel gut zu starten, dann das zweite und das dritte. Der Weg entsteht beim Gehen.“
Medizin-Check wie damals – nur 23 Jahre später
Für Aufsehen sorgten die internen Fitness-Checks der Portugiesen. Eine Team-Ärztin, die Ronaldo schon zu Beginn seiner A-Nationalmannschaftszeit begleitete, erkannte bei dem Superstar fast identische Werte wie bei seinem Portugal-Debüt im Jahr 2003: „Das nennst du einen Athleten.“
Dass sein Körper so lange liefert, ist kein Zufall, sondern Programm: kontrollierte Ernährung, akribische Regeneration, individuell gesteuerte Trainingsreize. Ronaldo hat diesen Profi-Standard über zwei Jahrzehnte zur eigenen Marke gemacht – und lässt ihn nun erneut auf der größten Bühne testen.
Auch Trainer Roberto Martinez sendet vor dem Turnierstart ein klares Signal der Stabilität: „Wir haben 27 Spieler einsatzfähig. Alle sind bereit – wir sind bereit.“ Portugals Stimmung: fokussiert, selbstbewusst, ohne Übermut.
Ronaldo mit WM-Ansage
Der Rekordtorschütze Portugals weiß, dass eine WM mehr verlangt als Topwerte im Labor.
„Wenn die Dinge ernst werden, werden wir die echten Champions sehen“, warnte er – eine Botschaft an die Konkurrenz und zugleich sein persönlicher Maßstab für dieses Turnier.