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"Wie ein neuer Mensch": Khedira begeistert bei Real Madrid

Khedira begeistert in Spanien

Sami Khedira hinterlässt in seinen ersten Wochen als Co-Trainer nachhaltig Eindruck. In Spanien überzeugt er vor allem mit einer Qualität, für die er als Spieler von Real Madrid noch nicht bekannt war.
Die Plattform "footyheadline.com" hat die ersten Entwürfe zum Sondertrikot von Real Madrid anlässlich des 125-jährigen Vereinsjubiläums geleaked.
Lars Hinzberg
Sami Khedira hinterlässt in seinen ersten Wochen als Co-Trainer nachhaltig Eindruck. In Spanien überzeugt er vor allem mit einer Qualität, für die er als Spieler von Real Madrid noch nicht bekannt war.

Es war der erste Auftritt Sami Khediras als Co-Trainer von Real Madrid. Elf Jahre, nachdem er als Spieler zuletzt das Trikot der Blancos getragen hatte, assistierte der 39-Jährige seinem Boss José Mourinho erstmals, als Real gegen Florenz eine 2:0-Führung verspielte. Am ehemaligen Nationalspieler soll es jedoch nicht gelegen haben. Khedira beeindruckt seine Beobachter in Madrid.

„Sami wirkt wie ein neuer Mensch“, zitiert die spanische AS eine namentlich nicht genannte Quelle aus dem engen Vereinsumfeld der Königlichen. „Er hatte eine starke Stimme, und die Leute hörten ihm zu, doch er blieb eher im Hintergrund“, wird Khediras Rolle zu aktiven Zeiten beschrieben. Nun sei er als „noch größerer Anführer zurückgekehrt“, berichtet die Quelle weiter.

Sami Khedira überzeugt bei Real Madrid

Anführer, Führungsqualitäten, Kommunikation – das sind die Schlagworte, die im Zusammenhang mit dem heutigen Wirken des Weltmeisters von 2014 häufig zu lesen sind. Beim ersten Testspiel gegen die Fiorentina vor rund einer Woche übernahm er weite Teile des Warm-ups, nicht als bloßer Hütchenaufsteller, sondern als Aktivposten.

Nah dran an den Spielern, fast mittendrin in der Übung, laut und organisierend, wird die Einheit unter ihm geschildert. Im zentralen Mittelfeld zog Khedira auch schon als Spieler die Strippen, war stets im Mittelpunkt des Geschehens und steuerte das Spiel. Als Lautsprecher drängte sich der inzwischen 39-Jährige seinerzeit allerdings nicht unbedingt auf. Eine Typveränderung also.

Die begann vor allem nach seinem letzten, enttäuschenden Intermezzo bei Hertha BSC. 2021 hängte Khedira die Schuhe an den Nagel, dem Fußball blieb er jedoch treu. Als Taktikanalyst und Experte war er fortan für verschiedene Medien tätig und begleitete auch in Deutschland große Champions-League-Spiele.

Khedira und Mourinho kennen sich aus gemeinsamer Zeit

In dieser Zeit stellte Khedira sowohl seine taktische Raffinesse als auch seine kommunikativen Fertigkeiten unter Beweis. Als Assistent von „The Special One“ soll er deshalb nicht nur das oft zitierte Bindeglied zwischen Cheftrainer und Mannschaft sein, sondern Mourinho laut der AS womöglich auch Aufgaben in der Öffentlichkeitsarbeit abnehmen.

Der Portugiese hatte sich in der Vergangenheit häufig spektakuläre Wortgefechte mit Pressevertretern geliefert und auch sonst selten ein Blatt vor den Mund genommen. Auf diese Nebenkriegsschauplätze würde der in der letzten Saison vom Chaos heimgesuchte Klub in Zukunft vermutlich gern verzichten.

Ebenfalls förderlich: Mourinho und Khedira kennen sich aus ihrer ersten gemeinsamen Zeit im Bernabéu bestens. Drei Jahre lang coachte der Star-Trainer den Deutsch-Tunesier in seiner ersten Amtszeit bei den Königlichen. Das Vertrauen aus dieser erfolgreichen Phase scheint auf beiden Seiten groß. Einen einzigen Anruf habe es für die Einigung gebraucht, schreibt die AS.

Khedira ist bestens vorbereitet

Seine neue Aufgabe hat Khedira derweil nicht unvorbereitet angetreten. Bereits 2022 absolvierte er ein Programm der UEFA, in dem ehemalige Topspieler auf Tätigkeiten in Management- und Führungsrollen im Profifußball vorbereitet werden sollen. Zu seinen „Klassenkameraden“ zählten unter anderem Nemanja Vidić und Nigel de Jong.

Als Spieler lief er von 2010 bis 2015 insgesamt 161-mal für Real auf und feierte mit den Madrilenen eine Meisterschaft, einen Champions-League-Titel und die Klubweltmeisterschaft. In seiner ersten Amtszeit als Co-Trainer soll Khedira dabei mithelfen, dass bei den Blancos nach zwei Jahren ohne großen Titel wieder der Erfolg zurückkommt.