Atlético Madrid hat nach dem Sieg im turbulenten Stadtderby gegen Real (2:1) erneut den Rivalen ins Visier genommen und deutlich auf die Schiedsrichterkritik von José Mourinho reagiert. „Schluss mit der Schikanierung von Schiedsrichtern!“, schrieben die Rojiblancos in einem Post auf X, versehen mit einem Bild von Real-Coach Jose Mourinho, wie dieser auf der Pressekonferenz ein ausgedrucktes Bild von strittigen Szenen zeigte.
Atlético verspottet Real und Mourinho
Atlético verspottet Real und Mourinho
Pikant: In einem vorherigen Post hatte Atlético gezeigt, wie besagtes Bild aus einem Drucker kommt und in die Kamera gehalten wird – in Anspielung auf Mourinhos PK-Zettel. Dieser hatte nach der 1:2-Niederlage in langer Unterzahl auf der Pressekonferenz heftig gegen das Schiedsrichtergespann um Miguel Ángel Ortiz Arias ausgeteilt.
Dieser habe keinerlei Erfahrung auf höchster Ebene. „Dann kam der arme Kerl hierher und kam mit dem Druck nicht klar“, sagte Mourinho zum Schiedsrichter. Zudem verbinde Video-Assistent Daniel Jesús Trujillo Suárez eine lange Vorgeschichte mit Real. Bei „zwei klaren Roten Karten“ hätte dieser zwingend eingreifen müssen.
Atlético-Trainer Diego Simeone hatte diese Vorwürfe nach dem Spiel zurückgewiesen und für gegenseitigen Respekt geworben. „Wir müssen vorsichtig sein mit dem, was wir sagen“, erklärte er und wies auf die privilegierte Position der Trainer hin.
Real fordert zwei Rote Karten
Mourinho und Real hatten Platzverweise nach Fouls von Atlético-Verteidiger Romero gegen Jude Bellingham und Kang In Lee gegen Federico Valverde gefordert. Stattdessen wurde Reals Dean Huijsen in der zweiten Hälfte nach einer Notbremse des Feldes verwiesen.
Bereits in der Vergangenheit hatte sich Real immer wieder über die vermeintliche Benachteiligung durch die Schiedsrichter beschwert. Unter anderem präsentierte Mourinho selbst im Dezember 2010 nach einem Spiel gegen Sevilla ein Papier mit einer Liste von 13 Fehlern, die der damalige Schiedsrichter begangen haben soll.