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Personalbeben bei Traditionsklub

Personalbeben bei Traditionsklub

Nach einem Horrorstart in die Saison kommt es beim FC Valencia zu einem Personalbeben. Der Unmut im Vereinsumfeld ist enorm.
Carlos Corberán musste die Koffer packen
Carlos Corberán musste die Koffer packen
© IMAGO/ZUMA Press
Nach einem Horrorstart in die Saison kommt es beim FC Valencia zu einem Personalbeben. Der Unmut im Vereinsumfeld ist enorm.

Der FC Valencia hat nach dem komplett missratenen Saison-Auftakt drastische Konsequenzen gezogen. Wie der spanische Traditionsklub mitteilte, hat man die Zusammenarbeit mit dem Sportlichen Leiter Ron Gourlay beendet. Zudem wurden mit Lisandro Isei (Leiter der Scouting-Abteilung), Hans Gillhaus (Chefscout), Andrés Zamora (Chefscout) und Malek Shafei (Scout und Analyst) weitere Verantwortliche für die Kaderpolitik von ihren Aufgaben entbunden.

Doch damit nicht genug. Auch Cheftrainer Carlos Corberán und sein Staff mussten aufgrund der Horror-Bilanz und Platz 20 in der Tabelle die Koffer packen. Corberán hatte den FC Valencia im Dezember 2024 übernommen, konnte den kriselnden Klub jedoch mit den Rängen zwölf (2024/25) und neun (2025/26) nicht aus dem Mittelfeld in obere Tabellenregionen führen. Obwohl der Spanier der Stellungnahme des Klubs zufolge seine Aufgaben „mit Professionalität, Leidenschaft und maximalem Einsatz“ erfüllte, muss er seinen Posten nun räumen.

„Der Verein wird bald die neue Struktur des Fußballbereichs und die Ausgestaltung des künftigen sportlichen Projekts bekanntgeben“, erklärte der FC Valencia. Dieses soll „solide, wettbewerbsfähig und nachhaltig“ sein und „Stabilität“ in den Verein bringen. Fürs Erste werde Óscar Sánchez, der bis zuletzt die Valencia-Reserve betreute, als Interimscoach einspringen.

Fans gehen bei Traditionsklub auf die Barrikaden

Der drastische Schritt des Vereins kommt nach den vergangenen Wochen nicht überraschend. Bereits beim Heimspiel gegen den FC Barcelona kam es zu massiven Protesten einiger Fan-Gruppierungen. Zu den Hauptkritikpunkten zählte die Kaderpolitik unter Gourlay, der seinen Posten im Mai 2025 antrat, wenige Monate nachdem er mit Al-Ahli die AFC-Champions-League gewonnen hatte. Zudem warfen die Anhänger Eigentümer Peter Lim vor, die Identität des Klubs zu zerstören.

Die Partie gegen den FC Barcelona endete mit einer 0:5-Pleite, wodurch sich die Situation weiter zuspitzte. Nach der 0:1-Pleite am Freitag beim FC Sevilla kam es erneut zu massiven Fan-Protesten. Rund 200 Anhänger sollen am Trainingsgelände auf die Rückkehr der Mannschaft gewartet haben. Bei der Ankunft des Teams wurden sowohl die Spieler als auch der Trainerstab massiv beschimpft. Sogar die Polizei musste eingreifen, um die Sicherheit für die Betroffenen zu gewährleisten.

Valencia seit Jahren in der sportlichen Krise

In den 2010er-Jahren zählte Valencia noch zu den schärfsten Herausforderern des FC Barcelona und Real Madrid. In zehn Jahren erreichte das Team sieben Top-5-Platzierungen. Seit der Spielzeit 2019/20 sprang maximal ein neunter Platz zum Saisonende heraus.

Nun dürfte das erste Ziel jedoch lauten, die Abstiegsränge zu verlassen. Mit nur einem Punkt aus fünf Spielen ist Valencia Tabellenletzter und benötigt am Dienstagabend bei Alavés (ab 20 Uhr im LIVETICKER) dringend ein Erfolgserlebnis.

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