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Vom Eintracht-Flop zum Deutschland-Schreck?

Vom SGE-Flop zum Deutschland-Schreck?

Elye Wahi beeindruckt nach seinem Abschied aus Frankfurt mit starken Leistungen. Nun steht er vor seinem Debüt für einen Gruppengegner der deutschen Nationalmannschaft bei der WM.
Elye Wahi wechselte 2025 zu Eintracht Frankfurt, jedoch war seine Zeit dort nicht ganz so erfolgreich wie erhofft, woraufhin er 2026 zu Nizza ausgeliehen wurde.
Elye Wahi beeindruckt nach seinem Abschied aus Frankfurt mit starken Leistungen. Nun steht er vor seinem Debüt für einen Gruppengegner der deutschen Nationalmannschaft bei der WM.

Seine Bewerbung beim französischen Geheimdienst DGSE scheiterte kläglich, schrieb das Magazin So Foot. Hintergrund war eine Spitzelattacke von Elye Wahi im Spiel gegen Paris Saint-Germain am Samstag.

Ein Handyvideo der Aktion ging viral. Als PSG-Trainer Luis Enrique seinem Spieler Senny Mayulu an der Seitenlinie taktische Anweisungen gab, stellte sich Gegenspieler Wahi einfach daneben und lauschte interessiert. Allein: Es half nichts! Wahi verlor mit OGC Nizza deutlich mit 0:4.

Immerhin: In seinem eigentlichen Job weiß Wahi ansonsten zu überzeugen. Am 14. März feierte der 23-Jährige nach einmonatiger Zwangspause aufgrund einer Knöchelverletzung ein eindrucksvolles Comeback.

Elye Wahi krönt Comeback mit Traumtor

Erst bereitete der Angreifer kurz nach seiner Einwechslung in der 62. Minute das Führungstor von Melvin Bard vor, dann setzte er in der Nachspielzeit sehenswert den Schlusspunkt: Kurz hinter der Mittellinie kam er an den Ball und lupfte ihn dann aus über 35 Metern Entfernung zum 2:0-Endstand gegen SCO Angers ins Netz.

Es war schon sein viertes Tor seit seinem Wechsel an die Côte d’Azur, dafür benötigte Wahi nur 403 Einsatzminuten in der Ligue 1. Gleich bei seinem Debüt im Januar hatte er erstmals für Nizza getroffen.

Eintracht Frankfurt erlebt Enttäuschung bei Wahi

Im Januar 2025 hatte sich Eintracht Frankfurt für satte 26 Millionen Euro Wahis Dienste gesichert – verknüpft mit großen Erwartungen, die allerdings nicht erfüllt wurden. Hinzu kamen Unstimmigkeiten zwischen Wahi und dem damaligen Trainerteam sowie den Verantwortlichen des Klubs.

„Wir müssen immer wissen, dass wir im Fußball mit Menschen arbeiten, das sind keine Maschinen“, sagte Frankfurts Sportvorstand Markus Krösche im ZDF-Sportstudio. Im Trikot der Eintracht war Wahi in 25 Pflichtspielen nur ein Tor im DFB-Pokal gegen den unterklassigen FV Engers gelungen.

„Sie kommen mit 18, 19, 20 in ein neues Umfeld, in ein anderes Land mit einer anderen Sprache. Da kann es immer mal sein, dass es nicht funktioniert, weil der Spieler sich nicht wohlfühlt oder noch etwas Zeit braucht, sich in der Gruppe zu integrieren. Diese Zeit gibt es im Fußball nicht, du musst halt funktionieren“, ergänzte der Eintracht-Boss.

Krösche über Wahi: „Du kannst diese Dinge nicht vorhersagen“

Dass Wahi nun in den vergangenen Monaten eine „außergewöhnliche Zeit“ in Nizza erlebt und viele Tore und Vorlagen geliefert hat, ist Krösche ebenfalls nicht verborgen geblieben: „Manchmal kannst du diese Dinge nicht vorhersagen, weil das Thema Mensch und Wohlfühlen die Basis dafür geben, Leistung zu bringen.“

Die bis Saisonende laufende Leihe beinhaltet keine Kaufoption. Französische Medien berichteten schon, dass Nizza Wahi gern weiter in seinen Reihen hätte. Auf der anderen Seite dürften die Frankfurter, die für ihn immerhin 26 Millionen Euro Ablöse zahlten, keinen allzu großen finanziellen Verlust machen wollen.

Wahi vor Debüt für Deutschland-Gegner Elfenbeinküste

„Er hat sich Ziele gesetzt, die er bis zum Saisonende erreichen will“, berichtete sein Trainer Claude Puel vergangene Woche, „vielleicht mit seiner Nationalmannschaft, vielleicht mit seinem Verein, mit einem neuen Verein, vielleicht mit uns – man weiß nie…“

Eines dieser Ziele könnte Wahi schon jetzt erreichen, denn er ist erstmals für die ivorische Nationalmannschaft nominiert worden, nachdem er erst kürzlich seinen Pass beantragt hatte.

In den Testspielen gegen Südkorea am Samstag und Schottland (31. März) könnte der ehemalige französische U21-Nationalspieler sein Debüt für die Elfenbeinküste feiern.

Legt er bei den „Elefanten“ einen ähnlich beeindruckenden Einstand hin wie in Nizza, könnte Wahi auch noch auf den WM-Zug aufspringen – und womöglich im zweiten Gruppenspiel gegen Deutschland auf dem Platz stehen.

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