Knapp zwei Wochen vor dem Champions-League-Finale gegen den FC Arsenal hatte Paris Saint-Germain wieder einmal Grund zum Feiern. Zum fünften Mal in Folge sicherte sich PSG den Meistertitel in der französischen Ligue 1.
PSG-Meisterfeier wird zur Farce
PSG-Meisterfeier wird zur Farce
Kurios: Die Trophäe bekam der Hauptstadtklub am Sonntag ausgerechnet im Stadion von Stadtrivale Paris FC überreicht. Allerdings fand die Meisterfeier nicht mit der gewohnten Aufmachung statt.
Der 14. Meistertitel der Klubgeschichte wurde in surrealer Atmosphäre nur vier Minuten lang in einer kleinen Ecke vor den rund 1.000 Anhängern des Klubs im Gästeblock gefeiert.
Paris FC lehnt PSG-Meisterfeier ab
Der Grund? Paris FC hatte wenig Lust, den Rivalen im eigenen Stadion nach der Partie ausgedehnt feiern zu lassen. Vor dem letzten Saisonspiel forderte der Klub deshalb dazu auf, Alternativen zu finden. Auch weil der Klub eigene Feierlichkeiten und Verabschiedungen zum Saisonabschluss geplant hatte.
Eine mögliche Meisterfeier im Heimstadion von PSG, dem Parc des Princes auf der anderen Straßenseite, sei laut L’Équipe jedoch von der Polizei abgelehnt worden. Übergeben wurde die Schale deshalb in einem Kurzprogramm ohne Podium 30 Minuten vor dem Spielbeginn.
Anschließend hatte PSG nur noch wenig Grund zur Freude. Das Stadtderby zum Saisonabschluss ging nach einer schwachen Leistung mit 1:2 verloren. Laut L’Équipe „lieferte die Partie kaum positive Erkenntnisse. Eigentlich gar keine.“ Schon im Pokal war PSG am Stadtrivalen gescheitert (0:1).
Niederlage und Sorgen um Dembélé zum Saisonabschluss
Darüber hinaus wurde auch Trainer Luis Enrique deutlich und bezeichnete die Partie als „das schlechteste Spiel seiner Amtszeit. Da gibt es nichts Positives mitzunehmen.“ Für den Titel reichten PSG in diesem Jahr 76 Punkte – acht weniger als noch im Vorjahr. Verfolger RC Lens kam auf insgesamt 70 Zähler.
Die PSG-Fans waren vor dem CL-Finale dennoch in Feierlaune und skandierten auf den Rängen Gesänge wie „es ist uns sch**ßegal“ oder „Budapest, wir kommen!“ (Austragungsort CL-Finale, Anm. d. Red.).
Der einzige echte Dämpfer: Superstar Ousmane Dembélé musste bereits in der 27. Minute ausgewechselt werden. Nach der Partie sorgte PSG zwar schnell für etwas Entwarnung und sprach von einer „Vorsichtsmaßnahme“, dennoch verwies Enrique auf weitere Untersuchungen am Montag.