Paris Saint-Germain dreht im Sommer wohl am großen Verkaufsrad: Nach dem fixen Abgang von Gonçalo Ramos und dem erwarteten Wechsel von Kang-In Lee steht das Transferkonto bereits jenseits der 100-Millionen-Euro-Marke. Wie die L’Equipe berichtet, werden sogar Szenarien diskutiert, bei denen bis zum 1. September die 300 Millionen Euro bei den Verkäufen geknackt werden könnten.
PSG auf Rekordkurs bei Verkäufen?
PSG dreht am großen Verkaufsrad
Ramos ist inzwischen schon offiziell bei der AC Milan – die Ablöse wird Berichten zufolge auf rund 70 bis 74 Millionen plus Boni taxiert. Auch bei Lee stehen die Zeichen wohl klar auf Abschied: Ein Abgang zu Atlético Madrid und eine Ablösesumme in Höhe von 40 Millionen Euro stehen im Raum.
Den finanziellen Unterschied könnte aber ein anderer Spieler ausmachen: Bradley Barcola. Öffentlich gilt der französische Nationalspieler als „unverkäuflich“, PSG will den bis 2028 laufenden Vertrag sogar verlängern – die Gespräche pausieren während der WM aber aktuell.
Barcola für 150 Millionen Euro zu haben?
Sollte es am Ende jedoch zu keiner Einigung kommen, soll PSG ein Preisschild in Höhe von 150 Millionen Euro aufrufen wollen. Als Interessenten werden vor allem Liverpool und Arsenal gehandelt.
Neben Barcola könnte auch Ibrahim Mbaye zum Goldesel werden. Der junge Senegalese soll sich jüngst einer englischen Agentur angeschlossen haben und die Premier League als bevorzugtes Ziel sehen. Sein Marktwert liegt dem Vernehmen nach zwischen 40 und 50 Millionen, Manchester City und Aston Villa gelten als interessierte Klubs.
Parallel plant PSG derweil bereits Reinvestitionen. Maghnes Akliouche gilt als Priorität für die Offensive, Monaco soll eine erste Pariser Offerte über 35 Millionen aber abgelehnt haben und mindestens 50 Millionen fordern.
Ähnlich verfahren ist die Lage bei Yan Diomandé: Mit dem Spieler soll Paris grundsätzlich einig sein (Vertrag über fünf Jahre), RB Leipzig verlangt dem Vernehmen nach aber mehr als 100 Millionen.
PSG: Platz schaffen, Kasse füllen
Im Verkaufs-Block bleibt auch Randal Kolo Muani ein heißer Kandidat.
Der französische Nationalstürmer war im Sommer 2023 für 95 Millionen aus Frankfurt gekommen, kehrt nun von einer Leihe zu Tottenham zurück – nach einem vorherigen Intermezzo über sechs Monate bei Juventus. Beide Klubs sollen weiterhin interessiert sein, PSG hofft wohl auf eine Ablöse um die 40 Millionen.
Auffällig: Die sportliche Planung läuft nicht nur über teure Stars, sondern auch über die eigene Ausbildung. Gerade erst wurde PSG von der FFF erstmals seit 2021 wieder als bester Nachwuchsstandort Frankreichs ausgezeichnet – ein Gütesiegel, das in einem Sommer der Millionen-Deals zusätzlich Gewicht bekommt.