Seit August 2025 verdient Thomas Müller seine Brötchen bei den Vancouver Whitecaps in der nordamerikanischen MLS, während seine Frau Lisa in Bayern zurückblieb – eine Entscheidung, die für das Paar nicht einfach war.
"Spürst die Einsamkeit“: Thomas Müller gibt Einblicke
Müller: „Du spürst die Einsamkeit“
„Ja, natürlich war es eine Diskussion: Wie machen wir jetzt weiter? Aber am Ende des Tages habe ich mich für den Sport entschieden“, erklärte der 36-Jährige im Talk-Format „Bestbesetzung“ von Magenta im Gespräch mit Moderator Johannes B. Kerner.
„Habe mich für den Sport entschieden“
Der Fußball steht für den früheren Bayern-Star auch heute noch an erster Stelle, schließlich hatte er schon in jungen Jahren alles auf eine Karte gesetzt: „Ich hatte keinen Plan B. Dafür war meine Perspektive im Hinblick auf Profifußball schon ab dem Alter von 16 Jahren zu gut“, betonte er. „Aber ich war nie ein Riesentalent.“
Er sei immer bereit gewesen, „Risiken einzugehen und auf Dinge zu verzichten“. In diesem Fall auf seine Frau, mit der er seit 2009 verheiratet ist und die als Dressurreiterin aktiv ist. Der gemeinsame Reiterhof in der Nähe von München hält sie in der Heimat – rund 8.000 Kilometer von seinem aktuellen Wohnort an der kanadischen Westküste entfernt.
„Ich war ja eh sehr lange in München, an unserer Homebase“, sagte der zweimalige Champions-League-Gewinner. „Es ist ja bekannt, dass wir einen Pferdestall und Co. haben. In dieser Hinsicht gab es schon ein paar Sachen zu organisieren. Aber an sich ist das leicht aufzustellen.“
Müller genießt seine Zeit in Vancouver
Auch wenn er sich in Vancouver total wohlfühle, gewährte er bei Kerner Einblicke in seine Gefühlswelt und antwortete offen auf die Frage, ob er sich in Kanada manchmal einsam fühle: „Du spürst manchmal schon die Einsamkeit“, bejahte Müller, ehe er hinterherschob: „Das ist ja nicht dramatisch. Dann bist du halt für einen Moment alleine.“
Seine Entscheidung pro Vancouver scheint der frühere deutsche Nationalspieler aber keinesfalls bereut zu haben: „Ich genieße es schon sehr, dass wir die Menschen dort in den vergangenen Monaten mitnehmen konnten. Die sind jetzt richtig heiß auf Fußball.“