Die Vancouver Whitecaps stehen vor einer ungewissen Zukunft. Im Zuge eines möglichen Verkaufs könnte der MLS-Verein, für den Thomas Müller seit dem Sommer 2025 spielt, offenbar den Standort wechseln.
Große Änderung bei Müller‑Klub? Fans protestieren
Fan-Proteste bei Müller-Klub
Hintergrund ist die Entscheidung der bisherigen Eigentümergruppe um den ehemaligen NBA-Star Steve Nash, die das Team schon Ende 2024 offiziell zum Verkauf stellte. Laut kanadischen Medienberichten soll nun sogar ein Umzug des Klubs im Gespräch sein – womöglich in eine andere Stadt oder in die USA.
Standortverlagerungen sind im nordamerikanischen Profisport keine Seltenheit, würden für die Whitecaps allerdings einen tiefen Einschnitt bedeuten. Der Klub wurde 1986 gegründet und zählt zu den traditionsreichsten Organisationen der MLS. Am Wochenende reagierten die Fans deutlich.
Rund um das Heimspiel gegen die Colorado Rapids (3:1) organisierten Anhänger unter dem Motto „Save the Caps“ (zu Deutsch: „Rettet die Caps“) einen Protestmarsch zum Stadion und positionierten sich mit Bannern und Sprechchören klar gegen einen möglichen Wegzug aus Vancouver.
Auch während der Partie wurde der Unmut sichtbar. Trainer Jesper Sörensen ordnete die Aktionen als positives Signal ein.
Müller-Coach lobt „starke Botschaft“
Die emotionale Unterstützung sei eine klare Liebesbekundung der Fans an Mannschaft und Verein, sagte der Coach und sprach von einer „starken Botschaft“.
Zudem bestätigte Verteidiger Tristan Blackmon, dass die unklare Zukunft auch innerhalb des Teams Thema sei. „Wir haben nicht allzu großen Einfluss darauf, wie sich die Gesamtlage entwickelt, was die Zukunft des Teams angeht – ob es bleibt oder nicht“, schränkte er aber ein.
Sportlich setzten die Whitecaps am selben Abend mit einem 3:1-Heimsieg ein Ausrufezeichen. Müller bereitete dabei den ersten Treffer von Cheikh Sabaly in der siebten Minute vor.
Mit acht Siegen aus neun Spielen liegen die Whitecaps in der Western Conference hinter den San José Earthquakes auf Rang zwei der Tabelle.