Timo Baumgartl hat über den wachsenden Einfluss deutscher Profis in der nordamerikanischen Major League Soccer gesprochen – und welche Dynamik Spieler wie Thomas Müller in der Liga auslösen.
Müller-Kollege: "Zu viele Deutsche" in der MLS
„Zu viele Deutsche“ in der MLS
Man merke schon, „dass da ein bisschen was erzeugt wird“, erklärte Baumgartl, der als Innenverteidiger für St. Louis City aufläuft, in einer Medienrunde, an der auch SPORT1 teilnahm. Mit einem Augenzwinkern ergänzte er jedoch, dass diese Entwicklung in der MLS nicht bei allen gut ankomme, insbesondere nicht bei den amerikanischen Teamkollegen.
Baumgartl scherzt: „Zu viele Deutsche in der Liga“
„Uns wird schon immer wieder gesagt, dass schon wieder zu viele Deutsche in der Liga spielen“, scherzte der 30-Jährige.
Er ist schließlich Teil eines besonderen Falls: Denn bei Baumgartls Klub aus St. Louis stehen neben ihm mit Ben Lundt, Marcel Hartel, Eduard Löwen und Cedric Teuchert insgesamt fünf deutsche Profis im Kader. Der Schweizer Torwart Roman Bürki ist ebenfalls deutschsprachig.
Für Aufsehen hat jedoch vor allem die Ankunft von Thomas Müller in der MLS gesorgt. Nach 25 Jahren beim FC Bayern war der Routinier im Sommer 2025 zu den Vancouver Whitecaps gewechselt und schaffte in seiner Debütsaison direkt den Sprung ins Playoff-Finale.
„Er hat natürlich in Vancouver eine deutsche Euphorie erzeugt“, bilanzierte Baumgartl. „Die Liga zieht natürlich Stars an, aber mit Thomas Müller haben wir natürlich jemanden, der gerade für uns Deutsche ein Aushängeschild ist. Ich glaube, den kennt jeder.“
Immer mehr deutsche Stars in der MLS
Ein Jahr zuvor war mit Marco Reus bereits eine weitere Bundesliga-Legende in die MLS gewechselt. Der ehemalige Dortmunder gewann mit LA Galaxy auf Anhieb die Meisterschaft. Im Januar 2026 folgte mit Timo Werner ein weiterer großer Name: Der Stürmer unterschrieb bei den San José Earthquakes.
Zusätzlich zu Müller war im vergangenen Sommer ebenfalls Tottenhams Heung-Min Son in die USA gewechselt, und auch für dieses Jahr hat sich bereits ein großer Name angekündigt: Atlético-Star Antoine Griezmann geht ab dem Sommer für Orlando City auf Torejagd.
Baumgartl, der in Deutschland für den VfB Stuttgart, Union Berlin und Schalke 04 spielte, war bereits im Januar 2025 zu St. Louis gewechselt und absolvierte bislang 29 Partien in der MLS. Am vergangenen Sonntag erzielte er beim 1:1 gegen Dallas sein erstes Ligator.