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Nach Miami-Deal: Zoff um Casemiro 

Zoff um Casemiro 

Der Wechsel des brasilianischen Nationalspielers Casemiro zu Inter Miami in die MLS wurde am Mittwoch offiziell verkündet. Nun gibt es allerdings ein Nachspiel.
Bei Brasiliens Nationalelf dreht sich derzeit alles um den verletzten Neymar. Casemiro ist auf Nachfrage nicht begeistert, dass der Flügelstürmer von den Medien so sehr in den Fokus gerückt wird.
Der Wechsel des brasilianischen Nationalspielers Casemiro zu Inter Miami in die MLS wurde am Mittwoch offiziell verkündet. Nun gibt es allerdings ein Nachspiel.

Der Wechsel von Casemiro zu Inter Miami hat unmittelbar nach seiner Verkündung ein juristisches Nachspiel. Die nordamerikanische Profiliga MLS leitet Ermittlungen gegen den Verein von David Beckham ein.

Hintergrund sind Vorwürfe, wonach Inter Miami bei der Verpflichtung des brasilianischen Mittelfeldstars gegen Ligaregeln verstoßen haben könnte. Miami hatte die Verpflichtung des 34-Jährigen am Mittwoch offiziell bekannt gegeben.

Casemiro, dessen Vertrag bei Manchester United ausgelaufen war, unterschrieb zunächst bis zum Ende der kommenden Saison und hat eine Option auf eine Verlängerung bis 2029.

Kurz nach der Bekanntgabe teilte die MLS jedoch mit, einen möglichen Fall von „Tampering“ zu untersuchen. Dabei geht es um den Verdacht, dass Inter Miami bei den Verhandlungen um den Spieler unerlaubt vorgegangen sein könnte.

MLS: Liga will Transferregularien prüfen

Im Zentrum der Untersuchung stehen die sogenannten „Discovery Rights“. Dieses System, das spezifisch für die MLS ist, räumt einem Klub ein Vorrecht auf Verhandlungen mit bestimmten Spielern ein.

Dadurch soll verhindert werden, dass mehrere Teams der Liga gleichzeitig um dieselbe Verpflichtung konkurrieren. Die Rechte an Casemiro lagen ursprünglich bei LA Galaxy.

Inter Miami erklärte, sich mit den Kaliforniern auf die Übertragung dieser Rechte geeinigt zu haben. Medienberichten zufolge soll die Vereinbarung einen Wert von umgerechnet rund 750.000 Pfund gehabt haben.

Die MLS bestätigte zwar die Einigung zwischen beiden Klubs, kündigte aber an, die genauen Vertragsdetails erst nach Abschluss der Ermittlungen offenzulegen.

Nicht der erste Ärger für Inter Miami

In einer Stellungnahme betonte die Liga, dass sie derzeit die Vorwürfe prüfe und alle relevanten Informationen sammle. Weitere Kommentare werde es bis zum Ende des Verfahrens nicht geben.

Für Miami wäre es nicht die erste Auseinandersetzung mit den Finanz- und Transferregularien der MLS.

Bereits 2021 wurde der Klub mit einer Geldstrafe belegt, weil die Gehaltsangaben im Fall von Blaise Matuidi nicht korrekt gemeldet worden waren. 

Damals wurden zudem mehrere Vereinsvertreter sanktioniert. Auch in weiteren Fällen hat die Liga Verstöße gegen ihre Regularien festgestellt und entsprechende Strafen verhängt.