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Völlig irre Wette! Scherz mit drastischen Konsequenzen?

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Die wohl irrste Wette der Saison

Eine harmlose Wette könnte zur Sensation werden. Burnley spielt seit Weihnachten zu Null und J.J. Watt muss sich langsam Gedanken über ein NFL-Comeback machen.
Nach dem Triumph im Super Bowl lässt es Super-Bowl-MVP Jalen Hurts am "glücklichsten Ort der Welt" krachen. Damit führt der Quarterback eine NFL-Tradition weiter.
Eine harmlose Wette könnte zur Sensation werden. Burnley spielt seit Weihnachten zu Null und J.J. Watt muss sich langsam Gedanken über ein NFL-Comeback machen.

Dieser Scherz könnte ihm jetzt auf die Füße fallen! Ende Februar ließ J.J. Watt auf X mit einem Augenzwinkern verlauten, dass er sich nach einem Apartment in Cincinnati umsehe - und versetzte die Fans der Cincinnati Bengals in Aufruhr. Aber warum sollte der ehemalige Defense-Superstar der Arizona Cardinals plötzlich nach Ohio ziehen? Watts Zuhause ist in Phoenix, wo er seit dem Ende seiner Karriere Anfang 2023 lebt.

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Die Antwort liegt in einer Wette, die längst zu einem Running Gag der Fußball- und Football-Community geworden ist. Ende Dezember erlaubte sich FC Burnleys Torhüter James Trafford einen Spaß auf Instagram und fragte Watt, ob er nicht noch einmal in die NFL zurückkehren könnte – allerdings nicht zu den Houston Texans, für die er elf Jahre spielte, sondern zu den Bengals, dem Lieblingsteam des Torhüters. Watts Antwort: „Wenn du den Rest der Saison kein Tor kassierst, dann machen wir einen Deal.“

Watt ist Miteigentümer des englischen Zweitligisten und kaufte seine Anteile zu der Zeit, als der heutige Bayern-Trainer Vincent Kompany noch an der Seitenlinie der Clarets stand.

Burnleys Defensivwunder

Seit Weihnachten 2024 hat Burnley kein einziges Gegentor mehr kassiert. Unter Trainer Scott Parker setzt der Klub auf eine kompromisslose Defensivtaktik – nicht unbedingt ansehnlich, aber extrem effektiv.

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Trafford, in seiner zweiten Saison bei Burnley, ist einer der Hauptgründe für diesen Erfolg. Mit 63 abgewehrten von 72 Schüssen kommt er auf eine Quote von fast 90 Prozent.

Burnley hat in der gesamten Saison bislang nur neun Gegentore in 34 Spielen kassiert – unfassbare Werte, die bereits einige Bestmarken ins Wanken bringen. Anfang Februar jubelte Watt: „Rekord gebrochen! Das erste Team in der Geschichte der Championship, das zehn Spiele in Folge ohne Gegentor geblieben ist. Unglaublich.“

England-Rekorde wackeln

Mittlerweile ist Burnley nur noch zwei Spiele davon entfernt, Edwin van der Sars Allzeitrekord von 14 Zu-Null-Spielen in Folge (Manchester United, 2008–2009) einzustellen. Doch das ist längst nicht der einzige Rekord, der in Reichweite liegt.

Die wenigsten Gegentore in einer Saison: Aktuell steht Burnley bei im Schnitt 0,26 Gegentoren pro Partie. Sollte das Team diesen Wert halten, würde es den bisherigen Rekord des FC Liverpool aus der Saison 1978/79 (0,38) pulverisieren.

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Des Bestwert mit den wenigsten Gegentoren in einer englischen Profisaison liegt bei 15 Toren (Preston, 1888/89). Wenn Burnley im aktuellen Rhythmus weitermacht, könnten sie die Saison mit nur zwölf Gegentoren beenden.

Aufstieg mit der niedrigsten Torquote: Burnley stellt nicht nur die beste Abwehr, sondern auch eine der harmlosesten Offensiven. Sollte der Verein mit aktuell durchschnittlich 1,26 Toren pro Spiel aufsteigen, wäre es der niedrigste Wert seit Huddersfield Town 2016/17.

Der Fußballverein selbst nahm den US-Amerikaner auf den Arm und postete einen Screenshot von Watts Antwort auf Instagram mit den Worten „Eine weitere weiße Weste“, während sowohl die Bengals als auch er markiert wurden. Der Ex-NFL-Star reagierte darauf mit einem lachenden Emoji.

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Außerdem machten die Engländer Watt bereits zu einem echten Teil des Teams. Der Klub schickte ihm ein personalisiertes T-Shirt mit der Rückennummer 99, die Nummer, die Watt während seiner gesamten NFL-Karriere trug. In dem Video ist zusehen, wie Watt das T-Shirt auspackt und augenzwinkernd sagt: „Jetzt bin ich offiziell dabei“.

Comeback eines NFL-Stars?

Die Burnley-Fans feiern Watt mittlerweile als inoffiziellen Glücksbringer ihres Klubs. Doch der dreimalige NFL Defensive Player of the Year macht sich zunehmend Sorgen um seinen Wetteinsatz. „Auf dem Weg ins Fitnessstudio“, schrieb er nach dem jüngsten 4:0-Sieg über Sheffield Wednesday.

Wie realistisch ist es wirklich, dass Trafford die Wette tatsächlich gewinnt? Zwölf Spiele bleiben Burnley noch in dieser Saison, um die sensationelle Serie fortzuführen. Angesichts der bisherigen Defensivleistung ist es nicht ausgeschlossen, dass sie es schaffen.

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Watt, der mit 35 Jahren noch immer topfit ist, scherzte jüngst: „Ich meine, ich liebe Graeter’s und Montgomery Inn BBQ...“ – eine Anspielung auf sein mögliches zukünftiges Lieblingsrestaurant in Cincinnati.

Womöglich könnte er der angeschlagenen Bengals-Defensive helfen, die in der vergangenen Saison erhebliche Probleme hatte. Watt zeigte sich bereits im Januar überrascht darüber, dass ein Team mit Stars wie Joe Burrow, Ja’Marr Chase und Trey Hendrickson die Playoffs verpasst hatte.

Sollte Burnleys Serie halten, könnte der junge Torhüter Trafford am Ende nicht nur mit einer unfassbaren Defensivleistung in die Geschichtsbücher eingehen, sondern auch einen ehemaligen NFL-Helden zurück aufs Spielfeld gebracht haben.

Mit jedem weiteren Burnley-Spiel ohne Gegentor wird es wahrscheinlicher, das Watt seine Wettschulden begleichen und noch einmal die Pads anlegen muss. Am 4. März bestreitet Burnley das nächste Championship-Spiel gegen Cardiff City.