Der FC Chelsea wird offenbar auch dank eines Finanztricks eine erstaunliche Bilanz vorlegen: Der englische Topklub, der auf dem Transfermarkt in den vergangenen Jahren so aktiv war wie kaum ein anderer, dürfte am Ende des Geschäftsjahrs am 30. Juni satt schwarze Zahlen schreiben.
Chelsea verkauft eigenes Meisterteam
Das berichtet unter anderem The Guardian. Wie es dazu kommt?
Chelsea und Eigentümer Todd Boehly verkauften die eigene Frauen-Mannschaft an den Mutterkonzern BlueCo 22 - und machten aus dem Verlust im Vorjahr (108 Millionen Euro) einen Gewinn von 153,5 Millionen Euro, abzüglich Steuern. Die Zahlen, in die auch Spielerverkäufe mit einfließen, gehen aus dem Finanzbericht der Blues hervor.
Chelsea-Trick funktionierte wohl schon einmal
Chelsea verkaufte sein eigenes Team also quasi an sich selbst, um eine Bilanz vorweisen zu können, die im Einklang mit den finanziellen Spielregeln der Premier League (PSR) liegt.
Die Liga soll den sich schon länger abzeichnende Deal zwar kritisch beäugen. In der jüngeren Vergangenheit gab sie allerdings wohl auch schon grünes Licht für einen vergleichbaren Verkauf, als der Klub zwei Hotels an BlueCo 22 abgetreten hatte. 91,5 Millionen Euro hatte Chelsea so eingenommen.
Für das Frauen-Team dürfte sich derweil nichts ändern, das Team ist auf dem Weg, den sechsten Meistertitel in Serie einzufahren.