Nationalspieler Kai Havertz und der FC Arsenal haben den ersten großen Titel der Saison verpasst.
Guardiolas Rekordtitel: "Konnte kaum glauben, wie gut wir waren"
Guardiola nach Rekordtitel in Ekstase
Die Mannschaft von Teammanager Mikel Arteta musste sich im Finale des englischen League Cups mit 0:2 (0:0) gegen Manchester City geschlagen geben. Für Teammanager Pep Guardiola und City ist der Sieg dank Doppelpacker Nico O’Reilly (60./64.) ein kleines Trostpflaster für das Achtelfinal-Aus in der Champions League.
Guardiola feierte seinen Rekordtriumph – er ist der erste Trainer, der den Pokal fünfmal gewinnen konnte – jedoch so ausgelassen wie einen Titelgewinn in der Königsklasse.
Guardiola nach Pokalsieg in Ekstase
Die beiden Treffer feierte er euphorisch – und nach dem Spiel gab er sich geradezu ungläubig.
„Nicht einmal ich hätte heute ein Pfund auf den Sieg gesetzt“, sagte Guardiola, der sich in der Rolle des Underdogs sichtlich gefiel: „Aber die Spieler beweisen erneut – die alten und vor allem die neuen – dass wir es heute geschafft haben, als es darauf ankam, in einer Saison, in der wir keine Konstanz gezeigt haben.“
Guardiola, der sich durch seinen überschwänglichen Jubel außerhalb der Coaching Zone sogar eine Gelbe Karte eingehandelt hatte, erklärte weiter: „Vor allem ohne Ball und mit Ball in der zweiten Halbzeit war unglaublich gut. Ich konnte kaum glauben, wie unglaublich gut wir in der zweiten Halbzeit gespielt hatten.“
Natürlich sei der Gewinn des League Cups nicht mit einem Triumph in der Champions League oder der Liga gleichzusetzen. Aber da man gegen ein Topteam wie Arsenal gespielt habe, sei der Titel dennoch „speziell.“
O’Reilly wird zum Matchwinner
Im Londoner Wembley-Stadion war nicht Topstürmer Erling Haaland das Zünglein an der Waage. Stattdessen avancierte O’Reilly zum Matchwinner: Nach einem Patzer von Torhüter Kepa Arrizabalaga köpfte er zur Führung ein, woraufhin sich Guardiola vor Freude sogar zu einem Tritt gegen die Werbebande hinreißen ließ. Kurz darauf legte der 21-Jährige einen Tag nach seinem Geburtstag per Kopf nach. Es war die erste Niederlage Arsenals nach zuvor 14 ungeschlagenen Spielen.
In der Liga liegt Manchester als erster Verfolger neun Punkte hinter den Londonern, ein Spiel hat City allerdings noch in der Hinterhand – und beim direkten Duell am 19. April Heimvorteil. Zuletzt hatten die Skyblues allerdings gegen die abstiegsgefährdeten Teams von West Ham United und Nottingham Forest Punkte liegen lassen.
Fanbus geht offenbar in Flammen auf
Im Vorfeld der Partie war die Anreise zum Duell zwischen dem Tabellenführer aus London und den Verfolgern aus Manchester erschwert worden. Wie mehrere englische Medien berichteten, fing ein Bus, wohl mit City-Fans beladen, auf dem Weg zum Stadion Feuer und brannte völlig aus. Den Berichten zufolge gab es keine Verletzten, die Brandursache ist noch unklar.
Vor den Augen von Englands Nationaltrainer Thomas Tuchel hatte Arsenal zunächst eine Doppelchance. Havertz und Bukayo Saka scheiterten an City-Torhüter James Trafford (7.). Auch die zweite richtig gefährliche Aktion gehörte den Gunners. Es dauerte bis kurz vor der Pause, bis sich die Skyblues in Person von Topstürmer Haaland offensiv anmeldeten. In der zweiten Hälfte schlug dann die Stunde von O’Reilly, der mit seinen beiden Toren den neunten Cup-Gewinn sicherte.