Anfang der Woche hatte Mohamed Salah verkündet, den FC Liverpool nach neun Jahren am Saisonende zu verlassen. Zwei Jahre nach dem Abschied von Trainer Jürgen Klopp, mit dem er zuvor sieben Spielzeiten bei den Reds zusammengearbeitet hatte.
Wollte Klopp lieber Brandt statt Salah verpflichten?
Klopp mit Klartext bei Salah
Klopp, der sich aktuell für ein Benefizspiel zwischen den Legenden von Liverpool und Borussia Dortmund in England befindet, hat vor dem Spiel mit The Anfield Wrap über Salah gesprochen.
So verriet der Deutsche, er und Salah hätten Anfang der Woche geschrieben und er habe seinem Ex-Schützling dabei alles Gute für den Rest der Saison gewünscht.
FC Liverpool: Klopp schwärmt von Salah
„Ich weiß, dass er es nur genießen kann, wenn er gewinnt und Tore schießt. Ich hoffe wirklich, dass ihr am letzten Spieltag alle ein Lächeln im Gesicht habt und glücklich und dankbar seid, Teil einer der unglaublichsten Karrieren gewesen zu sein, an denen wir je teilhaben durften.“
Beim Gedanken an die Zusammenarbeit mit dem Ägypter geriet Klopp ins Schwärmen. „Es war eine Freude, eine Herausforderung, es war harte Arbeit von beiden Seiten, es war ein unglaubliches Ergebnis, es war so ziemlich alles“, konstatierte er.
„Ich bin mir ziemlich sicher, dass es einen Tag in Mo’s Leben gab, an dem er von so etwas geträumt hat – ich hätte mir nicht vorstellen können, dass so etwas möglich ist, die Zahlen, die er vorlegte, die Leistungen, die er zeigte, einige davon werden für immer unübertroffen bleiben.“
Lieber Brandt statt Salah?
Salah in Liverpool, eine echte Erfolgsgeschichte – dabei hätte alles ganz anders kommen können. 2017 wechselte der Angreifer von der AS Rom an die Anfield Road. Berichten zufolge war er damals aber nicht erste Wahl, so hätte Klopp wohl lieber Landsmann Julian Brandt verpflichtet.
„Es gibt immer wieder Gerüchte, dass ich Julian Brandt oder jemanden in dieser Art verpflichten wollte“, bezog Klopp nun Stellung.
„Die Sache ist die: Wenn man einen Flügelspieler sucht, spricht man mit sieben oder acht Kandidaten. Ja, wir haben mit ihm gesprochen, aber wir haben auch mit Salah gesprochen. Was die Leute denken, ist mir egal, aber in diesem Moment waren wir überzeugt, dass er der Richtige war – überzeugter noch als er selbst in diesem Moment. Vielleicht war er es innerlich auch.“
Und weiter: „Er war lange Zeit Teil des besten Sturm-Trios im Weltfußball.“
Klopp erinnert sich an Gespräch zurück
349 Spiele bestritt Salah unter Klopp, erzielte dabei 211 Tore. Kurios: Bei seiner Verpflichtung hatte der Ägypter laut dem deutschen Coach Sorge, ob und wo er wirklich eingesetzt werden würde.
„Als wir ihn unter Vertrag nahmen, fragte er mich, wo er spielen würde“, so Klopp, der ihm antwortete, seine Position sei der rechte Flügel.
Eine Antwort, die Salah nicht überzeugte: „Aber dort spielt doch Sadio Mané“, entgegnete der Stürmer. Und selbst als Klopp fragte, ob er nicht der Meinung sei, Mané könne auch auf dem linken Flügel spielen, zeigte sich Salah unsicher: „Der ist für Coutinho.“
Salah „einer der Größten“
Die Sorge, in Liverpool nicht auf dem Platz zu stehen, war demnach enorm groß. Viele Jahre später weiß der Ägypter, was er am FC Liverpool hat.
„Er weiß, dass dies der perfekte Verein für ihn war und er der perfekte Spieler für uns“, sagte Klopp bei BBC. „Ich bin traurig, aber er ist ohne jeden Zweifel einer der Größten aller Zeiten, und ich bin wirklich stolz darauf, Teil dieser Karriere gewesen zu sein.“