In München plant man eigentlich nicht mehr so richtig mit Joao Palhinha – obwohl er noch bis 2028 einen Vertrag beim FC Bayern hat. Doch nun hat ausgerechnet der Portugiese seinem aktuellen Verein Tottenham neues Leben im dramatischen Abstiegskampf der Premier League eingehaucht.
Ausgerechnet Palhinha! Bayern-Leihgabe der Tottenham-Retter
Ausgerechnet Palhinha!
Beim 1:0 gegen die bereits abgestiegenen Wolverhampton Wanderers schoss der Abräumer in der 82. Minute das Siegtor. Palhinha jubelte bei BBC: „Hoffentlich ändert das etwas. Dieser Sieg bedeutet für mich, die Fans und den gesamten Verein viel mehr als das – es ist keine normale Saison, die wir bis heute erlebt haben. Wir alle tragen in dieser Saison Verantwortung.“
Der Held des Tages schwörte sein Team auch auf die nächsten Wochen ein: „Wir haben noch vier Endspiele vor uns. Wir müssen unseren Job machen. Hoffentlich kann dieser Sieg etwas bewegen und uns etwas mehr Motivation geben, denn der letzte Sieg ist schon lange her.“
Palhinha erlöst Tottenham Hotspur
Bei einem Unentschieden wären die Spurs dem Gang in die zweite Liga einen großen Schritt näher gekommen. Denn: Konkurrent West Ham gewann parallel mit 2:1 gegen Everton und wahrte so die zwei Punkte Vorsprung. Tottenham bleibt trotz des großen Palhinha-Moments nun auf einem Abstiegsplatz.
Der Portugiese war in einer umkämpften Partie nach einer Ecke im Gewühl zur Stelle und schob mit seinem langgestreckten Bein ein (82.). Damit könnte er auch für seine eigene Zukunft ein extrem wichtiges Tor erzielt haben.
FC Bayern plant nicht mehr mit Palhinha
Fakt ist: SPORT1-Informationen zufolge wäre man an der Säbener Straße froh, wenn die Spurs ihre Kaufoption über 25 Millionen Euro ziehen würden. Palhinha würde sich für die Münchner zwar trotzdem noch als überteuerter Transfer entpuppen, der finanzielle Schaden würde sich aber in Grenzen halten.
Doch Tottenham würde den Sechser wohl nur kaufen, wenn der Klassenerhalt gelingt. So hängt die Zukunft des portugiesischen Nationalspielers aktuell in der Schwebe.
Die Fans der Spurs jubelten in der Schlussphase nach dem Treffer des Mittelfeldspielers übrigens noch einmal frenetisch, als durchsickerte, dass West Ham gerade das 1:1 durch Evertons Kiernan Dewsbury-Hall kassiert hatte (88.). Beide Londoner Klubs wären damit punktgleich gewesen. Doch dann erlöste Callum Wilson West Ham noch mit dem 2:1 und die Spurs-Fans in Wolverhampton wurden wieder leise (90.+2).