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Brutal! Chelsea-Trainer zerlegt die eigenen Stars

Brutal! Chelsea-Trainer zerlegt Stars

Der FC Chelsea stürzt immer tiefer in die Krise. Nun wendet sich auch der Trainer von den hochbezahlten Stars ab.
Liam Rosenior spricht nach der 0:3 Niederlage gegen Manchester City über die Lage bei den Blues. City lobt er als "formstärkste Mannschaft des Landes".
Der FC Chelsea stürzt immer tiefer in die Krise. Nun wendet sich auch der Trainer von den hochbezahlten Stars ab.

Teammanager Fabian Hürzeler hat Klubweltmeister FC Chelsea mit Brighton & Hove Albion die nächste empfindliche Niederlage zugefügt und darf vom Europacup träumen.

Die „Möwen“ setzten sich gegen die „Blues“ in einem einseitigen Duell mit 3:0 (1:0) durch und rückten auf Rang sechs vor. Dieser könnte sogar für den Einzug in die Champions League reichen, sofern Halbfinalist Aston Villa die Europa League gewinnt.

Chelsea fällt auf Platz sieben – Rosenior rechnet ab

Chelsea belegt vier Spieltage vor dem Saisonende mit zwei Punkten Rückstand auf Brighton Platz sieben. Für die Elf von Coach Liam Rosenior war es die fünfte Ligapleite ohne eigenes Tor in Serie – eine solche schwarze Serie hatte es zuletzt 1912 gegeben. Es war „das Jahr, in dem die Titanic sank“, wie die BBC schrieb, „die Schlagzeile steht“.

Entsprechend fiel auch die Reaktion von Trainer Liam Rosenior aus. In einer beachtlichen Abrechnung wandte sich dieser von seiner Mannschaft ab.

„Das war in jeder Hinsicht inakzeptabel“, sagte er beim englischen TV-Sender Sky Sports. „Ich bin zutiefst enttäuscht und fühle mich wie betäubt. Die Einstellung war inakzeptabel. Ich habe die Spieler immer wieder verteidigt, aber die Leistung heute Abend ist nicht zu verteidigen.“

Rosenior weiter: Es müsse sich hier „etwas drastisch ändern“, und zwar umgehend: „Ich übernehme die Verantwortung, das habe ich immer gesagt, aber nach dem heutigen Abend denke ich, dass auch die Spieler selbst in den Spiegel schauen müssen, bei dem, was sie geleistet haben. Man kann über Taktik reden, aber Taktik kommt erst nach den Grundlagen. Ich kann nicht immer wieder hierherkommen und einige der Dinge verteidigen, die wir hier sehen.“

Brighton trifft, Elfer-Frage entflammt

Es sei noch nicht einmal im Ansatz gut genug gewesen: „Ich kann nicht einfach so lügen. Ich werde offen die Wahrheit sagen, und das war in jeder Hinsicht inakzeptabel.“

Ferdi Kadioglu (3.) nach einer Ecke von Nationalspieler Pascal Groß, Jack Hinshelwood (56.) und Joker Danny Welbeck (90.+1) trafen für Brighton. Hürzelers Team hätte einen Handelfmeter bekommen können, als Marc Cucurella im eigenen Strafraum an der Grenze zur Legalität klärte (54.). Dem Konter Brightons zum 2:0 ging allerdings ebenfalls ein Handspiel von Yankuba Minteh voraus.

Chelsea musste unter anderem auf Kapitän Reece James sowie die Topspieler Cole Palmer und Joao Pedro verzichten. Rosenior bot in seiner Not eine Fünferkette auf, seine Mannschaft spielte Angsthasenfußball. Nach einer halben Stunde hatte Brighton 7:0 Torschüsse und 15:1 Ballaktionen im gegnerischen Strafraum.

Hürzelers Serie gegen Engländer

Hürzeler setzte eine besondere Serie fort: Er blieb auch im zehnten Duell mit einem englischen Trainer ungeschlagen – nur Brasiliens einstiger Weltmeister-Coach Luiz Felipe Scolari hatte je eine längere Serie (elf Spiele mit Chelsea).